Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Ärztinnen und Ärzte die wichtigste Absicherung ihrer Arbeitskraft. Trotzdem werden bei Abschluss, Vertragsgestaltung und im Leistungsfall immer wieder dieselben Fehler gemacht. Eine Übersicht der wichtigsten Stolperfallen hilft, teure Konsequenzen zu vermeiden.
Fehler 1: Zu späten Abschluss wählen
Je früher eine BU-Versicherung abgeschlossen wird, desto günstiger ist der Beitrag und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, wegen Vorerkrankungen abgelehnt zu werden. Viele Ärzte warten bis zur Niederlassung oder bis das Einkommen steigt, bevor sie über BU-Schutz nachdenken. Das ist ein kostspieliger Fehler. Bereits im Studium oder als Assistenzarzt sollte eine BU-Versicherung mit Nachversicherungsgarantie abgeschlossen werden.
Fehler 2: Falsch bemessene Rentenhöhe
Die versicherte BU-Rente sollte die monatlichen Fixkosten und den Lebensstandard absichern. Ärzte unterschätzen häufig, wie hoch ihre monatlichen Ausgaben tatsächlich sind, insbesondere wenn sie eine Praxis führen und deren laufende Kosten im Krankheitsfall weiterlaufen. Als Faustregel gilt: mindestens 60 bis 70 Prozent des Nettoeinkommens versichern.
Fehler 3: Versicherungsschutz nicht regelmäßig überprüfen
Ein einmal abgeschlossener Vertrag reicht für ein ganzes Ärztleben nicht aus. Wechsel der Fachrichtung, Niederlassung, veränderte Einkommensverhältnisse oder familiäre Situationsänderungen erfordern eine Anpassung des Schutzes. Ärzteversichert empfiehlt, den Vertrag mindestens alle drei Jahre zu überprüfen.
Fazit
Die BU-Versicherung für Ärzte ist kein Standardprodukt. Spezifische Risiken, ärztliche Karriereverläufe und besondere Klauselanforderungen machen eine individuelle Beratung durch Ärzteversichert unentbehrlich.
Quellen:
- GDV: BU-Statistiken Deutschland
- Bundesärztekammer: Ärztestatistik
- BaFin: Lebensversicherung Aufsicht
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