Mit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland haben sich auch die Rahmenbedingungen für Arztpraxen verändert. Neben neuen Verschreibungsmöglichkeiten entstehen auch neue rechtliche und haftungsrechtliche Fragen, die viele Ärzte noch nicht vollständig überblicken.
Fehler 1: Verschreibung ohne ausreichende Dokumentation
Medizinisches Cannabis kann unter bestimmten Voraussetzungen als Betäubungsmittel verschrieben werden. Ärzte, die dies tun, müssen die medizinische Indikation sorgfältig dokumentieren und die gesetzlichen BtMG-Anforderungen einhalten. Lückenhafte Dokumentation kann zu berufsrechtlichen Konsequenzen führen und die Berufshaftpflicht belasten.
Fehler 2: Haftungsrisiken bei Fehlverschreibung unterschätzen
Die Verschreibung von medizinischem Cannabis erfordert Fachkenntnis zu Wirkungen und Nebenwirkungen. Ärzte, die ohne ausreichende Kenntnisse verschreiben, riskieren Haftungsansprüche von Patienten, wenn es zu unerwünschten Wirkungen kommt. Die Berufshaftpflichtversicherung sollte auf solche Risiken geprüft sein. Ärzteversichert überprüft Ihren Schutz.
Fehler 3: Aufklärungspflichten vernachlässigen
Patienten müssen umfassend über Wirkungen, Risiken und Alternativen aufgeklärt werden. Eine fehlende oder unvollständige Aufklärung kann die Haftung des Arztes begründen. Standardisierte Aufklärungsformulare helfen, diesen Fehler zu vermeiden.
Fazit
Die Cannabis-Legalisierung eröffnet neue therapeutische Optionen, schafft aber auch neue Pflichten. Ärzte, die medizinisches Cannabis verschreiben, sollten ihre Haftpflichtversicherung und ihre Dokumentationspraxis anpassen. Ärzteversichert unterstützt bei der Überprüfung des Versicherungsschutzes.
Quellen:
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