Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben auch unter Ärztinnen und Ärzten Anleger gefunden. Das hohe Renditepotenzial zieht Investoren an, aber die spezifischen Risiken und steuerlichen Besonderheiten von Kryptoanlagen werden häufig unterschätzt.
Fehler 1: Steuerpflicht auf Kryptowährungsgewinne vergessen
Kryptowährungsgewinne sind in Deutschland steuerpflichtig. Wer innerhalb eines Jahres kauft und verkauft, zahlt auf den Gewinn den persönlichen Einkommensteuersatz. Die Haltefrist von einem Jahr gilt als Steuerfreiheitsgrenze für bestimmte Konstellationen, was durch das Jahressteuergesetz 2022 jedoch für Staking und Lending eingeschränkt wurde. Viele Ärzte kennen diese Regeln nicht und sind beim Jahresabschluss überrascht.
Fehler 2: Sicherheitsrisiken unterschätzen
Kryptoassets in Eigenverwahrung erfordern sichere Hardware-Wallets und Backup-Strategien. Verlust des privaten Schlüssels bedeutet unwiederbringlichen Verlust der Assets. Wer seine Kryptoanlagen auf unsicheren Börsen hält, ist zudem dem Risiko von Börsenhacks ausgesetzt.
Fehler 3: Zu große Positionen aufgebaut
Kryptowährungen sind hochvolatil. Ärzte, die einen zu großen Teil ihres Vermögens in Kryptowährungen anlegen, können durch Kurskorrekturen von 50 bis 80 Prozent erhebliche Vermögensverluste erleiden. Der Kryptoanteil im Portfolio sollte auf fünf bis maximal zehn Prozent des Gesamtvermögens begrenzt bleiben.
Ärzteversichert berät zu einem ausgewogenen Anlagekonzept.
Fazit
Kryptowährungen können ein kleiner, spekulativer Baustein im Portfolio sein, sollten aber nie zu einem Kerninvestment für Ärzte werden.
Quellen:
- Bundesfinanzministerium: Kryptowährungen und Steuern
- BaFin: Krypto-Assets
- Deutsche Bundesbank: Kryptowährungen
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →