Die Optimierung des ärztlichen Honorars ist ein sensibles, aber wichtiges Thema für den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis. Zwischen gesetzlich geregelten Vergütungen, privatärztlichen Leistungen und individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, die viele Praxen nicht vollständig ausschöpfen.
EBM-Abrechnung: Potenziale im System der gesetzlichen Krankenversicherung
Die Abrechnung im Rahmen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) für gesetzlich Versicherte ist oft nicht vollständig ausgeschöpft. Häufige Ursachen sind fehlende Kodierung von Leistungsziffern, unvollständige Dokumentation von erbrachten Leistungen oder mangelnde Kenntnis neuer Abrechnungspositionen. Regelmäßige Schulungen zur EBM-Abrechnung und eine Analyse der eigenen Abrechnungsquoten helfen, Lücken zu schließen.
GOÄ-Optimierung bei Privatpatienten
Bei der Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bestehen Spielräume: Der Regelsatz liegt beim 2,3-fachen Satz, bei entsprechend begründetem Aufwand sind höhere Steigerungsfaktoren bis zum 3,5-fachen Satz möglich. Eine vollständige und korrekte Leistungsdokumentation ist die Voraussetzung dafür, berechtigt höhere Faktoren anzusetzen, ohne dabei abmahnfähige Fehler zu machen.
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) strukturiert einführen
IGeL-Leistungen sind privatärztliche Angebote, die gesetzlich Versicherte auf eigene Kosten in Anspruch nehmen können. Sie bieten Potential für zusätzliche Einnahmen, müssen aber transparent kommuniziert, schriftlich vereinbart und dem Patienten klar als nicht von der GKV übernommene Leistung dargestellt werden. Ein strukturiertes IGeL-Konzept steigert Einnahmen und schützt vor Regressansprüchen.
Kosten- und Erlösstruktur analysieren
Viele Praxen kennen ihre tatsächliche Kostensituation nicht genau. Eine detaillierte Betriebsanalyse zeigt, welche Leistungen rentabel sind und wo Kostentreiber liegen. Praxismanagement-Software mit Erlöskennzahlen hilft dabei, die Wirtschaftlichkeit einzelner Leistungsfelder zu messen und strategische Entscheidungen zu treffen.
Ärzteversichert berät auch zur Absicherung von Honorarausfällen, zum Beispiel durch Praxisausfallversicherungen bei Krankheit oder Unfall.
Fazit
Honorar-Optimierung ist weit mehr als Abrechnungstricks: Es geht um vollständige Dokumentation, strategische Leistungsplanung und transparente Patientenkommunikation. Wer die Potenziale im EBM, in der GOÄ und bei IGeL-Leistungen systematisch erschließt, steigert seinen Praxisumsatz nachhaltig. Ärzteversichert ergänzt dies mit passenden Absicherungslösungen.
Quellen:
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