IGeL-Leistungen sind nicht für alle Fachgruppen gleich relevant. Ein Vergleich der wichtigsten Leistungsgruppen hilft Arztpraxen, ihr IGeL-Portfolio strategisch zu gestalten und auf tatsächlichen Patientenbedarf auszurichten.
IGeL in der Allgemeinmedizin
Der hausärztliche Check-up Plus, eine erweiterte Vorsorgeuntersuchung über das GKV-Angebot hinaus, gehört zu den am weitesten verbreiteten IGeL-Leistungen. Ergänzende Laborwerte, Ernährungsberatung und Stressscreening sind typische Zusatzleistungen. Die Patientenakzeptanz ist hoch, wenn der Mehrwert gegenüber dem gesetzlichen Check-up klar kommuniziert wird.
IGeL in der Gynäkologie
Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft (über die GKV-Pflichtleistung hinaus), HPV-Tests bei jungen Frauen und Knochendichtemessungen sind in gynäkologischen Praxen etablierte IGeL. Die Diskussion um den Nutzen einiger Leistungen, etwa des 3D-Ultraschalls, ist jedoch im IGeL-Monitor dokumentiert und sollte bei der Patientenberatung berücksichtigt werden.
IGeL in der Augenheilkunde
Augeninnendruckmessungen zur Glaukomfrüherkennung und OCT-Untersuchungen der Netzhaut sind häufige IGeL-Leistungen in Augenarztpraxen. Für Patienten mit familiären Risikofaktoren haben sie nachvollziehbaren medizinischen Nutzen, der transparent kommuniziert werden sollte.
Patientenakzeptanz und ethische Grenzen
IGeL-Leistungen sind nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn der kommunizierte Nutzen ehrlich und belegt ist. Der IGeL-Monitor bewertet verschiedene Leistungen nach Nutzen und Schaden. Leistungen mit negativem oder unklarem Nutzen sollten kritisch hinterfragt werden. Patienten, die über den tatsächlichen Nutzen informiert sind, akzeptieren IGeL deutlich bereitwilliger als bei aufdringlicher Vermarktung.
Fazit
Ein strategisch ausgewähltes IGeL-Portfolio, das auf nachgewiesenem Nutzen und transparenter Kommunikation basiert, stärkt das Patientenvertrauen und steigert den Praxisumsatz nachhaltig. Ärzteversichert berät zur haftungsrechtlichen Absicherung bei IGeL-Leistungen.
Quellen:
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