Immobilienfonds ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten, in Immobilienmärkte zu investieren, ohne selbst Eigentümer und Vermieter zu werden. Sie bieten Diversifikation, professionelles Management und einen einfacheren Einstieg als der Direktkauf einer Immobilie. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede zwischen den verfügbaren Fondstypen, die verstanden werden müssen.

Offene versus geschlossene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds halten ein breites Portfolio aus gewerblichen und wohnwirtschaftlichen Objekten. Anleger können jederzeit Anteile kaufen, unterliegen aber einer Mindesthaltedauer von zwei Jahren und einer Kündigungsfrist von einem Jahr. Diese Fonds sind reguliert, transparent und in der Regel vergleichsweise risikoarm. Renditen liegen üblicherweise zwischen zwei und vier Prozent pro Jahr.

Geschlossene Immobilienfonds investieren in einzelne oder wenige konkrete Objekte. Anleger beteiligen sich als Gesellschafter und sind für die gesamte Laufzeit des Fonds (oft 10 bis 15 Jahre) gebunden. Höhere Renditechancen gehen mit höheren Risiken einher: Ausfall des Objekts, Managementprobleme oder Marktveränderungen können zu erheblichen Verlusten führen.

Steuerliche Behandlung von Immobilienfonds

Ausschüttungen aus offenen Immobilienfonds unterliegen der Abgeltungssteuer. Ein Teil der Erträge kann jedoch steuerfrei sein, wenn er auf steuerfreie ausländische Mieterträge entfällt. Geschlossene Fonds können steuerliche Verluste erzeugen, die mit anderen Einkünften verrechnet werden können, was bei gut verdienenden Ärzten interessant ist. Die steuerliche Komplexität erfordert jedoch fachmännische Beratung.

Vorteile gegenüber dem Direktkauf

Immobilienfonds erfordern kein persönliches Verwalten von Mietverhältnissen, keine Instandhaltungsmaßnahmen und bieten sofortige Diversifikation über viele Objekte und Standorte. Für Ärzte mit wenig Zeit für aktives Immobilienmanagement sind sie daher eine attraktive Alternative, die trotzdem am Immobilienmarkt partizipiert.

Ärzteversichert informiert zu den versicherungsrechtlichen Aspekten bei Fondsbeteiligungen und empfiehlt ergänzende Absicherungen für Kapitalanleger.

Fazit

Immobilienfonds sind für Ärzte eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zum Direktinvestment, wenn Zeit und Bereitschaft für direktes Eigentumsmanagement fehlen. Die Wahl zwischen offenen und geschlossenen Fonds hängt von Risikobereitschaft, Liquiditätsbedarf und steuerlicher Situation ab. Ärzteversichert unterstützt Sie bei der Gesamtplanung.

Quellen:

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