Immobilienfonds sind für viele Ärzte eine attraktive Anlageform, aber die Wahl und Verwaltung erfordern Know-how. Diese Praxistipps helfen, typische Fehler zu vermeiden und das Investment optimal zu nutzen.

Tipp 1: Fondsprospekte sorgfältig prüfen

Vor dem Einstieg in einen Immobilienfonds sollte der Fondsprospekt gelesen und verstanden werden. Wichtige Kennzahlen sind: Nutzungsquote des Portfolios, Fremdkapitalquote (Leverage), Restlaufzeit der Mietverträge, Geografische Diversifikation und die Vergütungsstruktur des Fondsmanagements. Ein hoher Leverage erhöht Chancen und Risiken erheblich.

Tipp 2: Kostenstruktur vergleichen

Offene Fonds und ETFs unterscheiden sich erheblich in ihren Kosten: Ausgabeaufschläge bei aktiv verwalteten Fonds können zwei bis drei Prozent betragen, laufende Verwaltungskosten bis zu ein Prozent pro Jahr. ETFs auf Immobilienindizes kosten oft nur 0,2 bis 0,5 Prozent p.a. Über lange Laufzeiten summieren sich diese Unterschiede erheblich.

Tipp 3: Steuerliche Konsequenzen einkalkulieren

Bei offenen Investmentfonds gilt seit 2018 die Investmentsteuerreform: Fondsausschüttungen und thesaurierte Erträge unterliegen der Abgeltungssteuer. Teilfreistellungen für Immobilienfonds können einen Teil der Erträge steuerfrei stellen. Diese Regelung sollte mit dem Steuerberater besprochen werden, bevor die Anlagesumme festgelegt wird.

Tipp 4: Mindesthaltedauern und Kündigungsfristen beachten

Bei offenen Immobilienfonds gilt eine zweijährige Mindesthaltedauer und eine einjährige Kündigungsfrist. Wer unerwartet Liquidität benötigt, kann nicht einfach aussteigen. Ärzte sollten nur den Teil ihres Vermögens in illiquide Anlagen investieren, den sie mittel- bis langfristig nicht benötigen.

Tipp 5: Immobilienfonds als Teil eines diversifizierten Portfolios

Immobilienfonds sollten nicht die einzige Anlageform sein. Ein diversifiziertes Portfolio für Ärzte umfasst neben Immobilienfonds auch Aktien-ETFs, Anleihen und liquide Mittel. Der Immobilienanteil sollte je nach Risikoneigung und Zeithorizont zwischen 20 und 40 Prozent des Anlageportfolios ausmachen.

Fazit

Mit sorgfältiger Auswahl, Kostenkontrolle und steuerlicher Planung sind Immobilienfonds ein wertvoller Baustein in der Altersvorsorge von Ärzten. Ärzteversichert berät zur optimalen Einbindung von Kapitalanlagen in die Gesamtvorsorgestrategie.

Quellen:

Blog-Übersicht

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →