Die Altersvorsorge ist für viele Ärzte ein Thema, das im stressigen Praxisalltag oft aufgeschoben wird. Dabei sind es oft wenige gezielte Maßnahmen, die einen erheblichen Unterschied machen. Dieser Beitrag gibt konkrete Praxistipps für Ärzte, die ihre Altersvorsorge 2026 aktiv angehen wollen.

Tipp 1: Renteninformation des Versorgungswerks anfordern und auswerten

Die meisten Versorgungswerke versenden jährlich eine Renteninformation. Ärzte, die diese Information nicht automatisch erhalten, sollten sie aktiv anfordern. Aus der Information lassen sich aktuelle Anwartschaften ablesen und mit dem eigenen Versorgungsziel vergleichen. Die Faustregel lautet: Im Alter werden mindestens 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens für den gewohnten Lebensstandard benötigt.

Tipp 2: Steuervorteil der Rürup-Rente nutzen

Niedergelassene Ärzte mit hohem Einkommen sollten den Steuervorteil der Rürup-Rente nicht ungenutzt lassen. Die Beiträge sind als Sonderausgaben abzugsfähig, was bei einem Spitzensteuersatz von 42 oder 45 Prozent eine erhebliche Steuerersparnis bedeutet. Wichtig ist, die Höchstbeträge im Blick zu behalten und den Rürup-Beitrag mit den Versorgungswerk-Beiträgen zu koordinieren, da beide dasselbe Sonderausgabenkontingent nutzen.

Tipp 3: ETF-Sparplan als flexibler Puffer einrichten

Ergänzend zu gebundenen Vorsorgeformen empfiehlt sich ein monatlicher ETF-Sparplan auf einen breit diversifizierten Weltindex. Schon 500 bis 1.000 Euro monatlich können bei langem Anlagehorizont zu einem bedeutenden Vermögen heranwachsen. Der Vorteil: Das Kapital bleibt im Notfall zugänglich, anders als bei Versorgungswerk oder Rürup-Rente.

Tipp 4: Versorgungslücke berechnen lassen

Ärzteversichert bietet eine individuelle Analyse der Versorgungslücke an. Dabei werden alle vorhandenen Anwartschaften und Ersparnisse erfasst und dem prognostizierten Bedarf im Alter gegenübergestellt. Das Ergebnis zeigt klar, ob und in welchem Umfang Handlungsbedarf besteht.

Fazit

Wer 2026 aktiv an seiner Altersvorsorge arbeitet, profitiert von einem langen Anlagehorizont und attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen. Holen Sie sich professionelle Beratung und setzen Sie die Maßnahmen konsequent um.

Quellen:

Blog-Übersicht

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →