Die Arbeitgeber-Haftpflicht ist für Praxisinhaber ein oft unterschätzter Versicherungsbaustein. Dabei können Lücken in diesem Bereich erhebliche finanzielle Konsequenzen haben. Die folgenden Praxistipps helfen Ärztinnen und Ärzten, ihren Versicherungsschutz 2026 zu optimieren.

Tipp 1: Bestehende Betriebshaftpflichtpolice auf Arbeitgeberkomponente prüfen

Viele Betriebshaftpflichtpolicen enthalten die Arbeitgeberkomponente standardmäßig, andere nicht. Praxisinhaber sollten ihre aktuellen Versicherungsunterlagen daraufhin prüfen, ob das Arbeitgeberrisiko explizit eingeschlossen ist. Falls nicht, empfiehlt sich eine Erweiterung oder ein Wechsel zu einem umfassenderen Tarif.

Tipp 2: Deckungssummen regelmäßig anpassen

Wächst die Praxis, steigen auch die Haftpflichtrisiken. Neue Mitarbeiter, ein höherer Praxisumsatz oder die Eröffnung weiterer Standorte erhöhen das Schadenpotenzial. Praxisinhaber sollten mindestens einmal jährlich prüfen, ob die bestehenden Deckungssummen noch ausreichend sind. Unterversicherung kann im Schadensfall zu erheblichen Nachteilen führen.

Tipp 3: AGG-Risiko mitversichern

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verpflichtet Arbeitgeber zur Gleichbehandlung bei Einstellung, Beschäftigung und Kündigung. Verstöße können zu Schadensersatzansprüchen führen. Ob das AGG-Risiko in der bestehenden Police enthalten ist, sollte aktiv geprüft werden. Viele moderne Policen bieten diesen Baustein explizit an.

Tipp 4: Sicherheitsmaßnahmen in der Praxis dokumentieren

Gut dokumentierte Sicherheitsmaßnahmen, etwa regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter, Prüfung elektrischer Anlagen und Sicherheitsbegehungen, können im Schadensfall die Position des Praxisinhabers stärken und Beiträge reduzieren. Ärzteversichert unterstützt bei der Überprüfung und Optimierung des gesamten Versicherungsportfolios.

Fazit

Wer die Arbeitgeber-Haftpflicht nicht vernachlässigt, schützt sowohl die eigene Praxis als auch die Mitarbeiter vor den finanziellen Folgen von Schadensfällen. Nehmen Sie sich die Zeit für einen regelmäßigen Check.

Quellen:

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