Der Berufseinstieg als Assistenzarzt ist mit zahlreichen Finanzentscheidungen verbunden, für die es im Studium kaum Vorbereitung gibt. Vom ersten Gehalt über die richtige Absicherung bis hin zur frühen Altersvorsorge gibt es viel zu beachten. Wer frühzeitig handelt, verschafft sich einen erheblichen Vorteil.

Das Gehalt als Assistenzarzt

Assistenzärzte werden in Deutschland in der Regel nach dem Tarifvertrag für Ärzte (TV-Ärzte) oder dem TV-Ärzte/VKA vergütet. Das Einstiegsgehalt liegt je nach Bundesland und Klinik zwischen rund 5.500 und 6.500 Euro brutto monatlich, zuzüglich Zulagen für Nacht-, Bereitschafts- und Wochenenddienste. Bei der Gehaltsplanung ist zu beachten, dass ein erheblicher Teil des Bruttogehalts durch Steuern und Sozialabgaben abgezogen wird.

Für angestellte Assistenzärzte, die Mitglied in einem Versorgungswerk sind und die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht beantragt haben, entfällt der Rentenversicherungsbeitrag (ca. 18,6 Prozent des Bruttogehalts). Stattdessen fließt ein entsprechender Betrag in das Versorgungswerk.

Pflicht- und Empfehlungsversicherungen

Für Assistenzärzte sind folgende Versicherungen besonders relevant: Berufshaftpflichtversicherung (oft über den Arbeitgeber abgedeckt, aber eigene Police kann sinnvoll sein), Berufsunfähigkeitsversicherung (Abschluss in jungen Jahren ist günstiger), Krankentagegeldversicherung sowie Haftpflichtversicherung. Die private Krankenversicherung ist für Assistenzärzte möglich, aber aufgrund des Gesundheitsrisikos und der finanziellen Situation sollte die Entscheidung gut abgewogen werden.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte möglichst früh abgeschlossen werden, da der Beitrag stark vom Alter und Gesundheitszustand abhängt. Als junger Arzt zahlt man deutlich geringere Beiträge als mit 40 Jahren.

Erste Schritte bei der Altersvorsorge

Mit dem ersten Gehalt beginnt auch die Mitgliedschaft im berufsständischen Versorgungswerk. Wer die Möglichkeit hat, freiwillige Mehrbeiträge einzuzahlen, sollte dies von Beginn an in Betracht ziehen. Ergänzend empfiehlt sich ein kleiner monatlicher ETF-Sparplan, der langfristig zu einem bedeutenden Vermögen heranwachsen kann.

Ärzteversichert unterstützt Assistenzärzte beim Aufbau eines strukturierten Finanz- und Versicherungsportfolios von Beginn an.

Fazit

Als Assistenzarzt legt man den Grundstein für die finanzielle Zukunft. Wer die ersten Jahre nutzt, um solide Strukturen aufzubauen, profitiert langfristig von einem deutlichen Vorsprung.

Quellen:

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