Als Assistenzarzt stehen die wichtigsten Finanzentscheidungen des Berufslebens an. Wer sie richtig trifft, legt einen Grundstein, von dem man jahrzehntelang profitiert. Hier sind die wichtigsten Praxistipps für Assistenzärzte 2026.

Tipp 1: BU-Versicherung sofort abschließen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte möglichst mit dem ersten Gehaltseingang abgeschlossen werden. Jedes Jahr, das verstreicht, erhöht den Beitrag und birgt das Risiko, durch eine Erkrankung schlechter oder gar nicht mehr versicherbar zu sein. Achten Sie auf eine arztspezifische Definition der Berufsunfähigkeit und eine ausreichende Rentenhöhe von mindestens 60 bis 70 Prozent des Nettogehalts.

Tipp 2: Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung beantragen

Als Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks können Assistenzärzte die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht beantragen. Dies ist innerhalb von drei Monaten nach Beschäftigungsbeginn möglich. Wer die Frist verpasst, hat nur begrenzte Möglichkeiten, die Befreiung nachträglich zu erwirken. Die Befreiung führt dazu, dass der Rentenversicherungsbeitrag stattdessen in das Versorgungswerk fließt.

Tipp 3: Haushaltsbudget erstellen und Sparrate festlegen

Vom ersten Nettogehalt sollte eine Sparrate von mindestens 10 bis 15 Prozent für die Altersvorsorge eingeplant werden. Ein monatlicher ETF-Sparplan über einen breit diversifizierten Weltindex ist ein einfacher und kostengünstiger Einstieg. Automatische Sparverträge erleichtern die Disziplin erheblich.

Tipp 4: Steuerliche Grundlagen kennen

Als Arbeitnehmer können Assistenzärzte Werbungskosten wie Fachliteratur, Fortbildungskosten und Dienstfahrten steuerlich geltend machen. Die Beiträge zum Versorgungswerk sind als Sonderausgaben abzugsfähig. Wer seinen Steuerbescheid einmal im Jahr mit einem Steuerberater oder einer geeigneten Steuersoftware bearbeitet, holt oft mehrere Hundert bis über tausend Euro zurück. Ärzteversichert vernetzt Ärzte mit spezialisierten Steuerberatern.

Fazit

Mit BU-Versicherung, Befreiungsantrag und einem kleinen Sparplan sind die wesentlichen Grundlagen gelegt. Wer diese Schritte früh geht, macht aus einem guten Gehalt ein solides Vermögen.

Quellen:

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