Versicherer bewerten das Berufsunfähigkeitsrisiko von Ärzten sehr unterschiedlich je nach Fachrichtung und Tätigkeit. Diese Eingruppierung in Risikoklassen hat direkte Auswirkungen auf die Versicherungsprämien und die angebotenen Konditionen.

Was sind BU-Risikoklassen?

Versicherer teilen Berufe in Risikoklassen ein, die das statistische Berufsunfähigkeitsrisiko widerspiegeln. Medizinische Berufe werden dabei nach ihrer körperlichen und psychischen Belastung, der Unfallgefahr und der Häufigkeit von BU-Fällen bewertet.

In der Regel werden ärztliche Fachrichtungen auf einer Skala von 1 (geringes Risiko) bis 5 oder 7 (hohes Risiko) eingestuft. Die Klasse bestimmt den Beitragssatz unmittelbar.

Welche Fachrichtungen sind wie eingestuft?

Die genauen Einstufungen variieren je nach Versicherer, aber typischerweise gelten folgende Grundtendenzen:

  • Günstige Klassen (1-2): Allgemeinmediziner, Internisten, Psychiater ohne operative Tätigkeiten
  • Mittlere Klassen (3): Gynäkologen, Orthopäden, Allgemeinchirurgen
  • Höhere Klassen (4-5): Neurochirurgen, Gefäßchirurgen, Notfallmediziner

Anästhesisten und Chirurgen mit hochspezialisierter operativer Tätigkeit werden von einigen Versicherern besonders hoch eingestuft.

Wie Ärzte von niedrigen Risikoklassen profitieren

Je besser die Risikoklasse, desto günstiger die Prämie bei gleicher Leistungshöhe. Ärzte, die in ihrer Praxis überwiegend konservativ tätig sind, sollten prüfen, ob ihre tatsächliche Tätigkeit eine günstigere Einstufung ermöglicht.

Ärzteversichert vergleicht für Sie Einstufungen verschiedener Versicherer und findet das günstigste Angebot für Ihre Fachrichtung.

Fazit

Die Risikoklasse bestimmt maßgeblich die BU-Prämien. Ein Vergleich verschiedener Versicherer lohnt sich, da die Einstufungen erheblich variieren können.

Quellen:

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