Immer mehr Patienten fragen in Arztpraxen nach medizinischem Cannabis oder stellen Fragen zur neuen Rechtslage. Mit den richtigen Praxistipps gehen Ärzte 2026 souverän mit diesen Anfragen um.

Praxisinterne Standards festlegen

Legen Sie fest, nach welchen Kriterien in Ihrer Praxis über Cannabis-Verordnungen entschieden wird. Definieren Sie klare Indikationen und Kontraindikationen. Schulen Sie Ihre MFA, wie sie Patientenanfragen vorqualifizieren und an die richtigen Stellen weiterleiten.

Dokumentieren Sie alle Cannabis-Verordnungen besonders sorgfältig: Indikation, aufklärende Gespräche, Einwilligung des Patienten, verwendetes Präparat und Dosierung.

Aufklärungspflicht ernst nehmen

Informieren Sie Patienten umfassend über Wirkung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und rechtliche Rahmenbedingungen. Das Aufklärungsgespräch muss dokumentiert und gegengezeichnet werden. Besonders bei jungen Patienten, Schwangeren oder Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen ist eine besonders gründliche Aufklärung erforderlich.

Versicherungsschutz prüfen

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Berufshaftpflichtversicherung Cannabis-Verordnungen explizit einschließt. Einige ältere Policen haben hier möglicherweise Lücken. Ärzteversichert überprüft Ihren Schutz auf Wunsch.

Fortbildungen besuchen

Die rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen für medizinisches Cannabis entwickeln sich weiter. Besuchen Sie regelmäßig relevante Fortbildungen der Bundesärztekammer oder Ihrer Fachgesellschaft.

Fazit

Der souveräne Umgang mit Cannabis in der Praxis erfordert klare Strukturen, gute Dokumentation und aktuelles Wissen. Ärzteversichert unterstützt Sie bei der Absicherung.

Quellen:

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