Cyberangriffe auf Arztpraxen nehmen zu. Wer die richtigen Schutzmaßnahmen implementiert und für den Ernstfall gerüstet ist, schützt Patienten, Mitarbeiter und die eigene Existenz.
IT-Sicherheits-Checkliste für Praxen 2026
Gehen Sie systematisch vor und prüfen Sie folgende Punkte:
- Werden alle Systeme und Praxissoftware regelmäßig aktualisiert?
- Gibt es ein automatisches tägliches Backup auf einem vom Netz getrennten Medium?
- Haben alle Mitarbeiter sichere, individuelle Passwörter?
- Ist Zwei-Faktor-Authentifizierung für E-Mail und Praxissoftware aktiviert?
- Existiert ein separates WLAN für Patienten?
- Sind alle Mitarbeiter über Phishing und Social Engineering informiert?
Mitarbeiter als erste Verteidigungslinie
Der häufigste Einfallsweg für Cyberangriffe ist der Mensch. Führen Sie mindestens einmal jährlich eine Schulung zu IT-Sicherheit durch. Simulieren Sie Phishing-Angriffe und zeigen Sie anhand realer Beispiele, welche Folgen Fehler haben können.
Ärzteversichert empfiehlt spezialisierte Schulungsanbieter für medizinische Einrichtungen.
Notfallplan entwickeln
Was tun Sie, wenn Ihre Praxis von Ransomware befallen wird? Haben Sie die Kontaktdaten Ihres IT-Dienstleisters griffbereit? Wissen Ihre Mitarbeiter, an wen sie sich wenden müssen? Gibt es einen Kommunikationsplan für Patienten und Behörden?
Erstellen Sie einen schriftlichen Notfallplan und üben Sie ihn gelegentlich.
Cyberversicherung abschließen
Trotz aller Schutzmaßnahmen bleibt ein Restrisiko. Eine Cyberversicherung übernimmt Kosten für IT-Forensik, Datenwiederherstellung und Betriebsunterbrechungen. Ärzteversichert vergleicht für Sie die besten Angebote.
Fazit
Cybersicherheit erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Kombination aus technischen Maßnahmen, Schulungen und Versicherungsschutz sind Praxen gut geschützt.
Quellen:
- BSI: IT-Sicherheit im Gesundheitswesen
- KBV: Digitalisierung in der Arztpraxis
- Bundesärztekammer: Telematikinfrastruktur
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