Das Elterngeld ist für Ärzte mit hohem Einkommen zwar durch die Obergrenze gedeckelt, aber durch clevere Planung können beide Elternteile das Maximum herausholen. Diese Praxistipps helfen 2026.
Partnermonate voll nutzen
Wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen, stehen insgesamt 14 Monate Elterngeld zu (12 + 2 Partnermonate). Bei Ärzten, bei denen beide Partner gut verdienen, sollten beide Partnermonate genutzt werden. Der Partner mit dem niedrigeren Einkommen sollte in der Regel die längere Zeit nehmen, wenn seine Basisabsicherung durch das Elterngeld ausreicht.
ElterngeldPlus für Teilzeit prüfen
ElterngeldPlus wird doppelt so lange ausgezahlt, aber nur in halber Höhe. Für Ärzte, die während der Elternzeit in Teilzeit weiterarbeiten möchten, kann ElterngeldPlus vorteilhafter sein als reguläres Elterngeld.
Rechnen Sie beide Varianten durch und berücksichtigen Sie dabei Ihre Einkommenssituation aus der Teilzeittätigkeit.
Bemessungszeitraum für angestellte Ärzte optimieren
Als angestellter Arzt sollten Sie die zwölf Monate vor dem Geburtsmonat analysieren. Lagen in diesem Zeitraum besonders einkommensstarke oder einkommensschwache Monate? Falls möglich, kann der Geburtstermin zeitlich so geplant werden, dass einkommensstarke Monate in den Bemessungszeitraum fallen.
Elternzeit, Krankheit oder Kurzarbeit in den Bemessungsmonaten können das Elterngeld reduzieren.
Fazit
Elterngeld-Optimierung erfordert frühzeitige Planung. Nutzen Sie die Elterngeldrechner des BMFSFJ und holen Sie sich bei Ärzteversichert Unterstützung bei der Gesamtfinanzplanung rund um die Elternzeit.
Quellen:
- BMFSFJ: Elterngeld und ElterngeldPlus
- Bundesfinanzministerium: Steuerrecht
- Deutsche Rentenversicherung
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