Die KV-Abrechnung ist für viele Praxen ein unterschätzter Hebel zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Mit den richtigen Strategien lassen sich Budgets besser ausschöpfen und Fehler vermeiden.
Tipp 1: EBM-Änderungen aktiv verfolgen
Der EBM wird regelmäßig aktualisiert. Neue Leistungsziffern, geänderte Punktwerte und neue Zuschläge werden nicht automatisch in Ihrer Abrechnungssoftware aktiviert. Abonnieren Sie die Newsletter Ihrer KV und prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Software aktuell ist.
Tipp 2: Dokumentation als Abrechnungsgrundlage
Viele Leistungen dürfen nur abgerechnet werden, wenn eine entsprechende Dokumentation vorliegt. Stellen Sie sicher, dass Ihr Dokumentationsprozess alle abrechnungsrelevanten Informationen erfasst. Lückenhafte Dokumentation kann bei KV-Prüfungen zu Rückforderungen führen.
Tipp 3: Budgets und Fallzahlen optimieren
Analysieren Sie regelmäßig, ob Sie Ihre Budgets ausschöpfen oder ob Sie unter dem Regelleistungsvolumen bleiben. Beide Extrema sind ungünstig: Wer sein Budget nicht ausschöpft, verzichtet auf Einnahmen. Wer dauerhaft überschreitet, wird schlechter vergütet.
Tipp 4: Abrechnungsservice nutzen
Für viele Praxen lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Abrechnungsservice. Dieser übernimmt die Abrechnung, prüft auf Vollständigkeit und hilft bei der Verteidigung gegen ungerechtfertigte Rückforderungen.
Ärzteversichert begleitet Sie auch bei Fragen zur wirtschaftlichen Absicherung Ihrer Praxis.
Quellen:
- KBV: Abrechnung und EBM
- Kassenärztliche Vereinigung Bayern: Abrechnungstipps
- Bundesärztekammer: Praxisführung
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