Eine Arztpraxis ist nicht nur ein Ort der Heilung, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen. Wer die wirtschaftliche Lage seiner Praxis im Griff haben möchte, braucht ein funktionierendes Controlling-System.
Was ist Praxis-Controlling?
Praxis-Controlling umfasst alle Maßnahmen zur systematischen Überwachung und Steuerung der wirtschaftlichen Lage einer Arztpraxis. Dazu gehören die Analyse von Einnahmen und Ausgaben, die Planung zukünftiger Investitionen, die Überwachung der Liquidität sowie die regelmäßige Bewertung der Wirtschaftlichkeit einzelner Leistungen.
Die wichtigsten Kennzahlen
Zu den wichtigsten Kennzahlen einer Arztpraxis gehören: Umsatz pro Quartal und pro Fall, Kostenstruktur (Personalkosten, Sachkosten, Raumkosten), Overhead-Quote (Verhältnis der Gesamtkosten zum Umsatz), Liquiditätsreserve sowie Investitionsquote.
Im Vergleich mit ähnlichen Praxen, zum Beispiel über KBV-Benchmarking-Daten, können Schwachstellen und Potenziale identifiziert werden.
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Die monatliche Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) aus dem Buchhaltungsprogramm ist das wichtigste Steuerungsinstrument für Praxisinhaber. Die BWA zeigt die aktuellen Einnahmen und Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr und ermöglicht frühzeitiges Eingreifen, wenn die Zahlen negativ abweichen.
Ärzteversichert empfiehlt, die BWA monatlich mit dem Steuerberater zu besprechen.
Quellen:
- KBV: Praxismanagement und Controlling
- Bundesärztekammer: Wirtschaftlichkeit
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxismanagement
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