Die Insolvenz einer Arztpraxis ist ein Thema, über das niemand gerne nachdenkt. Dennoch ist es wichtig, die Warnsignale zu kennen und frühzeitig zu handeln, denn je früher Gegenmaßnahmen ergriffen werden, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung.
Ursachen für wirtschaftliche Schieflage
Praxisinsolvenzen entstehen selten plötzlich. Typische Ursachen sind: überhöhte Investitionen zu Beginn der Praxistätigkeit, sinkende Fallzahlen, unzureichende Abrechnungsergebnisse, steigende Personalkosten, ungeplante Investitionen und persönliche Schicksalsschläge wie Krankheit.
Ein weiterer häufiger Grund ist eine fehlende betriebswirtschaftliche Kontrolle, die erkennen würde, wenn die Zahlen in die falsche Richtung laufen.
Warnsignale erkennen
Zu den Warnsignalen einer drohenden Insolvenz gehören: anhaltende Kontokorrent-Überziehungen, Zahlungsverzögerungen an Lieferanten, Rückstände bei Sozialversicherungsbeiträgen sowie eine dauerhaft negative Betriebswirtschaftliche Auswertung.
Wer diese Signale erkennt und nicht handelt, riskiert eine Verschlimmerung der Lage.
Erste Maßnahmen bei drohender Insolvenz
Bei drohender Insolvenz sollten Ärzte unverzüglich einen auf Sanierung spezialisierten Rechtsanwalt und einen Unternehmensberater einschalten. Gespräche mit Gläubigern, insbesondere Finanzamt und Krankenkassen, sollten frühzeitig geführt werden, da diese oft kompromissbereit sind, wenn sie früh informiert werden.
Ärzteversichert empfiehlt, eine gute wirtschaftliche Absicherung zu haben, die das Risiko einer Insolvenz minimiert.
Quellen:
- Bundesministerium der Justiz: Insolvenzordnung
- Bundesärztekammer: Wirtschaftliche Beratung
- KBV: Praxismanagement
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