Scheinselbstständigkeit ist kein abstraktes Risiko, sondern kann für betroffene Ärzte existenzbedrohend werden. Mit diesen Praxistipps schützen Sie sich wirkungsvoll.
Tipp 1: Mehrere Auftraggeber aufbauen
Einer der stärksten Belege für echte Selbstständigkeit ist die Tätigkeit für mehrere Auftraggeber. Wenn Sie ausschließlich für eine Klinik tätig sind, wird das von den Prüfbehörden kritisch bewertet. Diversifizieren Sie Ihre Auftragsbasis, wenn Sie als Honorararzt tätig sind.
Tipp 2: Eigene Betriebsmittel nutzen
Nutzen Sie wo möglich eigene Betriebsmittel: Praxisausstattung, Diagnosegeräte, Software. Je mehr Sie von den Ressourcen des Auftraggebers abhängig sind, desto stärker erscheint die Einbindung in dessen Betrieb.
Tipp 3: Statusfeststellungsverfahren nutzen
Wenn Unsicherheit über Ihren Status besteht, beantragen Sie proaktiv ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung. Das gibt Rechtssicherheit und verhindert böse Überraschungen bei späteren Betriebsprüfungen.
Tipp 4: Verträge sorgfältig gestalten
Lassen Sie Ihre Honorarverträge von einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt prüfen. Klare Regelungen zu Weisungsfreiheit, Vertretungsrecht und unternehmerischem Risiko stärken die Position als echter Selbstständiger.
Tipp 5: Versicherungen anpassen
Bei Änderung des Tätigkeitsstatus müssen Krankenversicherung, Altersvorsorge und Berufshaftpflicht angepasst werden. Ärzteversichert begleitet Sie bei diesen Anpassungen und sorgt dafür, dass kein Versicherungsschutz verloren geht.
Quellen:
- Deutsche Rentenversicherung: Scheinselbstständigkeit
- Bundessozialgericht: Statusfeststellungsverfahren
- Bundesärztekammer: Berufsausübungsformen
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