Bei der Auswahl des TI-Anschlusses stehen Arztpraxen vor einer Entscheidung: Welcher Konnektor passt, welcher Dienstleister bietet den besten Support und welche Lösung ist wirtschaftlich sinnvoll?
Zentrales versus dezentrales TI-Modell
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem klassischen lokalen Konnektor, der in der Praxis installiert wird, und cloudbasierten TI-Lösungen (TI-as-a-Service). Letztere wurden 2023 von der gematik zugelassen und bieten Vorteile bei Wartung und Skalierbarkeit. Für Einzelpraxen kann die Cloud-Lösung wirtschaftlich sein, da teure Hardware-Updates entfallen.
Vergleich der führenden Konnektor-Anbieter
Die zugelassenen Konnektoren stammen von verschiedenen Herstellern, darunter CompuGroup Medical, RISE und KoCo Connector. Die Unterschiede liegen in Wartungsintervallen, Update-Strategien und Support-Qualität. Entscheidend ist außerdem die Kompatibilität mit dem eingesetzten Praxisverwaltungssystem.
Dienstleister und IT-Betreuer
Viele Praxen arbeiten mit einem IT-Dienstleister zusammen, der den TI-Anschluss betreut. Qualität und Reaktionszeiten variieren erheblich. Ein lokaler Dienstleister mit Erfahrung im Arztpraxisbereich ist einem Generalisten in der Regel vorzuziehen. Ein Servicevertrag mit definierten Reaktionszeiten schützt vor langen Ausfallzeiten.
Ärzteversichert weist darauf hin, dass technische Ausfälle der TI die Abrechnung gefährden können. Eine Cyberversicherung mit Betriebsunterbrechungsschutz ist empfehlenswert.
Fazit
Die Wahl des richtigen TI-Setups hängt von Praxisgröße, Budget und Digitalisierungsstrategie ab. Cloud-Lösungen werden 2026 relevanter. Ein strukturierter Vergleich vor der Entscheidung spart langfristig Kosten.
Quellen:
- gematik: Zulassungsliste TI-Komponenten
- KBV: TI-Betrieb und Wartung
- Bundesärztekammer: Digitale Infrastruktur
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