Die Versorgungslücke zu kennen ist gut, sie zu schließen ist besser. Die folgenden Praxistipps zeigen, wie Ärzte konkret vorgehen können.
Tipp 1: Aktuellen Versorgungswerksauszug einholen
Der aktuelle Rentenbescheid des Versorgungswerks zeigt, welche Altersrente zu erwarten ist, basierend auf bisherigen Einzahlungen. Dieser Wert ist der Ausgangspunkt aller Berechnungen. Der Bescheid kann jährlich beim Versorgungswerk angefordert werden.
Tipp 2: Lückenrechnung professionell durchführen lassen
Eine einfache Überschlagsrechnung reicht für die Planung nicht aus. Faktoren wie Inflation, erwartete Rentendauer und Steuern müssen berücksichtigt werden. Ärzteversichert führt eine fundierte Versorgungslückenanalyse durch und zeigt, welches Kapital bis zum Renteneintritt aufgebaut werden muss.
Tipp 3: Rürup-Rente als steueroptimierte Ergänzung
Die Rürup-Rente (Basisrente) ist für Selbstständige und Freiberufler steuerlich besonders attraktiv. Beiträge sind als Sonderausgaben abzugsfähig, wodurch die effektiven Kosten sinken. Für Ärzte mit hohem Einkommen kann die Steuerersparnis erheblich sein.
Tipp 4: ETF-Sparplan als flexible Ergänzung
Neben der steuergebundenen Altersvorsorge empfiehlt sich ein flexibler ETF-Sparplan. Das Kapital ist nicht gebunden, kann im Notfall liquidiert werden und bietet bei langem Anlagehorizont attraktive Renditeerwartungen.
Tipp 5: Frühzeitig beginnen
Wer mit 35 beginnt, hat 30 Jahre Ansparzeit. Bei einer monatlichen Sparrate von 1.000 Euro und einer Rendite von sechs Prozent p.a. ergibt das nach 30 Jahren rund 1 Million Euro Kapital. Je früher begonnen wird, desto geringer die notwendige Sparrate.
Fazit
Die Versorgungslücke lässt sich durch konsequentes Sparen, steueroptimierte Produkte und eine breite Diversifikation schließen. Ärzteversichert begleitet diesen Prozess individuell.
Quellen:
- Bundesärztekammer: Altersvorsorge für Ärzte
- Bundesministerium der Finanzen: Rürup-Rente
- GDV: Altersvorsorge
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