Eine Videosprechstunde einzurichten ist der erste Schritt. Die folgenden Praxistipps helfen dabei, das Angebot professionell zu betreiben und die Patientenakzeptanz zu steigern.

Tipp 1: Technisches Setup optimieren

Investieren Sie in ein hochwertiges Headset, eine gute Webcam und eine stabile Internetverbindung. Schlechte Bild- und Tonqualität beeinträchtigt das Arzt-Patienten-Gespräch erheblich. Ein separater, ruhiger Raum für Videokonsultationen vermeidet Störungen und Vertraulichkeitsprobleme.

Tipp 2: Abrechnung von Anfang an korrekt aufsetzen

Die Abrechnung der Videosprechstunde erfordert spezifische EBM-Ziffern. Prüfen Sie, ob Ihre Praxissoftware diese korrekt abbildet und ob die KV-Genehmigung vorliegt. Fehler in der Abrechnung führen zu Rückforderungen.

Tipp 3: Patienten aktiv auf das Angebot hinweisen

Platzieren Sie einen Hinweis auf Ihrer Praxis-Website, in der Terminbuchungssoftware und im Wartezimmer. Erklären Sie kurz, für welche Anlässe die Videosprechstunde geeignet ist: Folgerezepte, Befundbesprechungen, Erstberatungen bei einfachen Beschwerden.

Tipp 4: DSGVO-konforme Einwilligung einholen

Vor dem ersten Video-Termin muss die datenschutzrechtliche Einwilligung des Patienten vorliegen. Viele Plattformen bieten integrierte Einwilligungsmodule. Stellen Sie sicher, dass diese rechtlich aktuell sind.

Tipp 5: Qualitätssicherung einbauen

Nach der Videokonsultation sollte eine kurze Dokumentation erfolgen, die der einer regulären Konsultation entspricht. Nur was dokumentiert ist, kann abgerechnet und verteidigt werden.

Fazit

Die Videosprechstunde ist eine wertvolle Ergänzung des Praxisangebots. Mit der richtigen Technik, korrekter Abrechnung und aktiver Kommunikation wird sie zum Erfolg.


Quellen:

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