Eine korrekte und vollständige GOZ-Abrechnung ist der Schlüssel zu angemessenen Honorareinnahmen und zufriedenen Patienten. Die folgenden Tipps helfen dabei.

Tipp 1: Faktorerhöhungen korrekt begründen

Wird über dem 2,3-fachen Faktor abgerechnet, muss eine schriftliche Begründung vorliegen. Diese muss konkret und patientenbezogen sein, allgemeine Formeln genügen nicht. Begründungen wie "schwieriger Befund", "besondere Kenntnisse des Arztes" oder "erhöhter Zeitaufwand" müssen im Einzelfall nachvollziehbar sein.

Tipp 2: Analogabrechnung sorgfältig dokumentieren

Analoge Positionen müssen klar als Analogleistung bezeichnet und der vergleichbaren GOZ-Position zugeordnet werden. Der Hinweis "Analog Nr. X GOZ" auf der Rechnung ist Pflicht. Eine kurze Erläuterung, warum die analoge Abrechnung erfolgt, schützt vor Beschwerden.

Tipp 3: Kostenvoranschlag vor teuren Behandlungen

Bei Prothetik, Implantaten oder KFO-Maßnahmen ist ein schriftlicher Heil- und Kostenplan verpflichtend. Dieser sollte realistisch kalkuliert sein. Unterschreitungen sind in der Regel unproblematisch, Überschreitungen können zu Streit führen.

Tipp 4: Abrechnung zeitnah erstellen

Viele Praxen verzögern die Abrechnung, was den Cashflow belastet und zu Fehlern durch schlechte Erinnerung führt. Eine zeitnahe Abrechnung (idealerweise unmittelbar nach Behandlung) ist professionell und wirtschaftlich sinnvoll.

Tipp 5: Weiterbildung und Abrechnungssoftware aktuell halten

Abrechnungskenntnisse veralten. Regelmäßige Schulungen durch die Landeszahnärztekammer oder Abrechnungsdienstleister sowie aktuelle Software helfen, Fehler zu vermeiden.

Fazit

Eine professionelle GOZ-Abrechnung erfordert Kenntnisse, Sorgfalt und aktuelle Software. Ärzteversichert berät Zahnärzte auch zu passenden Abrechnungsversicherungen und Berufshaftpflicht.


Quellen:

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