Ein ETF-Sparplan ist für Ärzte der praktischste Weg, kontinuierlich Kapital aufzubauen, ohne jeden Monat aktiv handeln zu müssen. Durch den Cost-Averaging-Effekt kaufen Sie automatisch mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch stehen. Diese Checkliste hilft Ihnen, Ihren ETF-Sparplan schnell und richtig einzurichten.
Die Checkliste
- Monatliche Sparrate festlegen: Berechnen Sie, wie viel Sie monatlich nach allen laufenden Kosten dauerhaft anlegen können; beginnen Sie lieber mit einem kleineren Betrag, den Sie wirklich entbehren können.
- Broker mit günstigen Sparplan-Konditionen wählen: Vergleichen Sie Broker auf Kosten pro Sparplanausführung; viele Online-Broker bieten ETF-Sparpläne kostenlos an.
- Geeigneten ETF für den Sparplan wählen: Für Einsteiger empfiehlt sich ein global diversifizierter ETF (z. B. auf den MSCI World, MSCI All Country World oder FTSE All-World).
- Thesaurierende vs. ausschüttende ETFs abwägen: Thesaurierende ETFs reinvestieren Erträge automatisch; ausschüttende zahlen Dividenden aus. Für den Sparplan-Aufbau sind Thesaurierer in der Regel vorteilhafter.
- Sparplantermin auf Gehaltseingangstag legen: Richten Sie den Ausführungstermin auf den Tag oder kurz nach dem Gehaltseingang ein; so bleibt das Geld nicht ungenutzt liegen.
- Freistellungsauftrag einrichten: Richten Sie bei Ihrem Broker einen Freistellungsauftrag ein, damit Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben.
- Kirchensteuer klären: Falls Sie kirchensteuerpflichtig sind, teilen Sie dies dem Broker mit; Banken sind verpflichtet, automatisch Kirchensteuer auf Kapitalerträge abzuführen.
- Automatisches Weiterführen sicherstellen: Stellen Sie sicher, dass der Sparplan auch bei vorübergehend niedrigem Kontostand nicht abbricht; viele Broker bieten eine Wiederholungslogik an.
- Sparbetrag an Einkommensentwicklung anpassen: Erhöhen Sie die Sparrate bei Gehaltserhöhungen oder Einkommenssteigerungen; im Assistenzarzt-Stadium starten, als Oberarzt und Praxisinhaber deutlich mehr sparen.
- Steuerberater informieren: Informieren Sie Ihren Steuerberater über den Sparplan; er muss die jährliche Vorabpauschale (bei thesaurierenden ETFs) in der Steuererklärung berücksichtigen.
- Sparplan langfristig beibehalten: Der größte Fehler bei ETF-Sparplänen ist das Pausieren bei Kursrückgängen; Kurseinbrüche sind bei langen Laufzeiten kaufen zum Discountpreis.
- Regelmäßige Überprüfung einmal jährlich: Überprüfen Sie einmal jährlich, ob der gewählte ETF noch passt, die Sparrate angepasst werden sollte und das Gesamtportfolio noch stimmt.
Typische Fehler
- Sparrate zu hoch angesetzt: Wer sich überfordert, bricht den Sparplan ab; lieber konservativ starten und regelmäßig erhöhen.
- Bei Kurseinbrüchen pausiert: Wer den Sparplan bei Markteinbrüchen stoppt, verpasst günstige Kaufgelegenheiten und zerstört den Cost-Averaging-Effekt.
- Freistellungsauftrag vergessen: Ohne Freistellungsauftrag zahlen Sie unnötig Abgeltungssteuer auf Erträge unterhalb des Sparerpauschbetrags.
Fazit
Ein ETF-Sparplan kostet wenig Zeit und wenig Geld pro Monat, baut aber über Jahrzehnte erhebliches Vermögen auf. Ärzteversichert hilft Ihnen, den Sparplan in eine ganzheitliche Finanzplanung zu integrieren. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen
- BaFin – ETFs und Investmentfonds
- BMF – Abgeltungssteuer und Vorabpauschale
- Bundesärztekammer – Finanzielle Vorsorge
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