Mit dem ersten Assistenzarztgehalt beginnt eine neue finanzielle Realität. Nach Jahren des Studiums mit knappem Budget stehen plötzlich 4.000 bis 5.000 Euro netto im Monat zur Verfügung. Wer jetzt die richtigen finanziellen Entscheidungen trifft, legt den Grundstein für langfristigen Wohlstand. Diese Checkliste zeigt die wichtigsten Schritte.

Die Checkliste

  1. Monatliches Budget erstellen: Erfassen Sie alle fixen und variablen Ausgaben: Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Abonnements, Freizeit. Ein realistisches Budget hilft, Sparpotenzial zu identifizieren.
  1. Notgroschen aufbauen: Bevor Sie investieren, sollten drei bis sechs Nettomonatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto als Notfallreserve liegen. So bleiben Investitionen unangetastet.
  1. Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen: Der Berufseinstieg ist der optimale Zeitpunkt für den BU-Abschluss: jung, gesund, gute Gesundheitsfragen. Warten kostet bares Geld.
  1. Krankenversicherung prüfen: Als Assistenzarzt steht die Wahl zwischen GKV und PKV an. Ärzte können freiwillig in der GKV bleiben oder in die PKV wechseln. Eine unabhängige Beratung ist vor dieser Entscheidung wichtig.
  1. Befreiung von der GRV beantragen: Innerhalb von drei Monaten nach Berufsbeginn die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht beantragen, um in das ärztliche Versorgungswerk zu zahlen.
  1. ETF-Sparplan einrichten: Richten Sie frühzeitig einen monatlichen ETF-Sparplan ein. Auch 200 bis 300 Euro monatlich schaffen über 30 Jahre ein erhebliches Vermögen.
  1. Steuererklärung jährlich anfertigen: Als Angestellter müssen viele Werbungskosten (Fortbildungen, Fachliteratur, Fahrten) aktiv geltend gemacht werden. Eine Steuererklärung ist fast immer lohnenswert.
  1. Schulden (Studienkredit, BAföG) tilgen: Wenn noch Studienkredite offen sind, erstellen Sie einen Tilgungsplan. Hochverzinsliche Schulden vor dem Investieren tilgen.
  1. Fortbildungskosten als Werbungskosten absetzen: CME-Kurse, Kongresse, Fachliteratur und Berufsbekleidung sind steuerlich absetzbar. Belege sammeln und Steuerberater informieren.
  1. Langfristige Finanzplanung mit einem Berater erstellen: Bereits im ersten Berufsjahr mit einem auf Ärzte spezialisierten Finanzberater eine Gesamtstrategie entwickeln. Ärzteversichert hilft dabei.

Typische Fehler

Lifestyle-Inflation: Das erste Gehalt wird sofort in ein teureres Auto, eine größere Wohnung und Urlaub gesteckt. Wer früh spart und investiert, profitiert langfristig vom Zinseszins.

BU-Versicherung aufgeschoben: Jede Erkrankung während des Wartens kann den Abschluss erschweren oder verteuern. Sofort handeln.

GRV-Befreiung verpasst: Die Drei-Monats-Frist gilt absolut. Wer sie verpasst, zahlt für die gesamte Beschäftigungsdauer in die GRV ein.

Fazit

Die Weichen für langfristigen Wohlstand werden früh gestellt. Ärzteversichert unterstützt Assistenzärzte beim Aufbau einer soliden Finanz- und Versicherungsstrategie. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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