Ein Hygieneaudit in der Arztpraxis ist mit verschiedenen Kosten verbunden, die im Vorfeld vollständig geplant werden sollten. Von den Honoraren externer Berater über die Kosten für Nachbesserungsmaßnahmen bis hin zu Schulungsaufwänden: Eine realistische Kostenkalkulation verhindert finanzielle Überraschungen. Diese Checkliste hilft, alle Kostenpositionen eines Hygieneaudits zu erfassen.

Checkliste: Hygieneaudit – Kosten kalkulieren für Ärzte

  • [ ] Honorar des externen Hygieneberaters oder Auditors einholen und budgetieren
  • [ ] Kosten für eventuelle Laboruntersuchungen (z.B. Wasserproben, Hygieneabstriche) einplanen
  • [ ] Schulungskosten für alle Mitarbeiter zu Hygiene und Infektionsschutz kalkulieren
  • [ ] Kosten für notwendige Anpassungen an Geräten, Ausstattung oder Abläufen schätzen
  • [ ] Verbrauchsmaterialien für Audit-Vorbereitungen (Desinfektionsmittel, PSA) budgetieren
  • [ ] Personalausfallkosten durch Schulungen und Audit-Begehungen einplanen
  • [ ] Kosten für Dokumentation und Berichterstellung durch den Auditor erfragen
  • [ ] Rücklage für unerwartete Nachbesserungsmaßnahmen aus dem Audit einplanen

Hinweise zur Umsetzung

Die Gesamtkosten eines Hygieneaudits variieren je nach Praxisgröße, Fachrichtung und Umfang stark. Für eine kleine Arztpraxis kann ein externes Hygieneaudit zwischen 500 und 2.000 Euro kosten, bei spezialisierten Einrichtungen deutlich mehr. Die Kosten für eventuell notwendige bauliche oder technische Nachbesserungen sind oft schwer vorherzusagen und sollten daher mit einem Puffer von 20 Prozent eingeplant werden.

Ärzteversichert empfiehlt, Hygieneaudit-Kosten steuerlich als Betriebsausgaben geltend zu machen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob die Praxisversicherung bei einem im Audit identifizierten Hygienemangel, der zu einem Patientenschaden führt, vollständige Deckung bietet. Eine vollständige und dokumentierte Hygienepraxis ist die beste Grundlage für einen starken Versicherungsschutz.

Quellen und weiterführende Informationen

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