Eine IT-Umstellung in der Arztpraxis kann die Liquidität erheblich belasten, da neben den Investitionskosten auch vorübergehende Einnahmeeinbußen durch reduzierte Praxiskapazitäten entstehen können. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung stellt sicher, dass die Praxis während und nach der Umstellung handlungsfähig bleibt. Diese Checkliste hilft, alle liquiditätsrelevanten Aspekte zu berücksichtigen.

Checkliste: IT-Umstellung – Liquidität planen für Ärzte

  • [ ] Gesamtkosten der IT-Umstellung vollständig kalkulieren und im Budget berücksichtigen
  • [ ] Zeitraum der Umstellung auf umsatzschwache Perioden (z.B. Sommerpause) legen
  • [ ] Liquiditätsbedarf für parallelen Betrieb von Alt- und Neusystem einplanen
  • [ ] Bankkontokorrentkredit für Finanzierungsengpässe während der Umstellung einrichten
  • [ ] Vorauszahlungen an IT-Dienstleister auf Phasen mit ausreichender Liquidität abstimmen
  • [ ] Verzögerungen bei der Abrechnung (neue Software, Schulungsbedarf) in der Planung einrechnen
  • [ ] Steuerliche AfA-Abschreibungen für neue Hardware in der Liquiditätsrechnung berücksichtigen
  • [ ] Finanzierung über Leasing oder Ratenkauf auf Liquiditätsauswirkungen prüfen

Hinweise zur Umsetzung

IT-Projekte überschreiten häufig ihren geplanten Zeitrahmen und damit auch das ursprüngliche Budget. Eine Pufferreserve von mindestens 20 Prozent auf die geschätzten Gesamtkosten ist daher ratsam. Besonders die Schulungsphase, in der die Produktivität des Praxisteams vorübergehend sinkt, sollte nicht unterschätzt werden. Eine temporäre Erhöhung der Sprechstundendichte nach der Eingewöhnungsphase kann helfen, Umsatzverluste auszugleichen.

Ärzteversichert empfiehlt, bei einer IT-Umstellung auch die Betriebsunterbrechungsversicherung auf ihre Deckung hin zu überprüfen. Wenn die Praxis durch einen IT-Ausfall zeitweise schließen muss, übernimmt eine Betriebsunterbrechungsversicherung die laufenden Fixkosten und einen Teil des Umsatzausfalls. Diese Absicherung kann in einer finanziell belastenden Umstellungsphase entscheidend sein.

Quellen und weiterführende Informationen

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