Die Absicherung von Praxismitarbeitern ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch ein wesentlicher Faktor für die Mitarbeiterbindung und die Attraktivität der Arztpraxis als Arbeitgeber. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen gibt es freiwillige Zusatzleistungen, die das Personal langfristig an die Praxis binden können. Diese Checkliste gibt einen Überblick über alle relevanten Absicherungsmaßnahmen für Praxismitarbeiter.

Checkliste: Mitarbeiter-Absicherung in der Praxis

  • [ ] Alle Mitarbeiter zur gesetzlichen Unfallversicherung bei der Berufsgenossenschaft anmelden
  • [ ] Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung korrekt abführen
  • [ ] Betriebliche Altersversorgung (bAV) als freiwillige Leistung einrichten und kommunizieren
  • [ ] Gruppenunfallversicherung für das Praxisteam prüfen und ggf. abschließen
  • [ ] Gesundheitsfürsorge durch betriebliche Krankenversicherung oder Gesundheitsbudget anbieten
  • [ ] Dienstunfähigkeitsschutz für Schlüsselpersonal in der Praxis überprüfen
  • [ ] Arbeitsschutzunterweisungen regelmäßig durchführen und dokumentieren
  • [ ] Mitarbeiter über ihre Versicherungsansprüche und Leistungen jährlich informieren

Hinweise zur Umsetzung

Die Pflichtversicherungen in der Sozialversicherung bilden die Grundlage der Mitarbeiterabsicherung, decken aber nicht alle Risiken ab. Eine Gruppenunfallversicherung beispielsweise leistet auch bei Unfällen außerhalb der Arbeitszeit, was der gesetzliche Schutz nicht tut. Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung ist besonders attraktiv, da Arbeitgeber seit 2019 einen gesetzlichen Pflichtzuschuss von mindestens 15 Prozent leisten müssen, wenn durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, das gesamte Paket der Mitarbeiterabsicherung regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Praxisgrößen oder neue gesetzliche Anforderungen anzupassen. Ein strukturiertes Versicherungskonzept für das Praxisteam stärkt nicht nur den Schutz jedes Einzelnen, sondern trägt auch zur Arbeitgeberattraktivität in einem umkämpften Fachkräftemarkt bei.

Quellen und weiterführende Informationen

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