Beim Start eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) sind die Notfallkonzepte aller beteiligten Betriebsstätten aufeinander abzustimmen und eine einheitliche Notfallorganisation zu etablieren. Da im MVZ mehrere Ärzte und Fachrichtungen unter einem Dach arbeiten, ist die Notfallplanung komplexer als in einer Einzelpraxis. Diese Checkliste unterstützt beim strukturierten Aufbau eines MVZ-Notfallkonzepts.
Checkliste: Notfallkonzept beim MVZ-Start prüfen
- [ ] Notfallausstattung für alle Betriebsstätten und Fachbereiche des MVZ prüfen
- [ ] Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für den Notfall je Fachbereich festlegen
- [ ] Notfallrufnummern und -adressen für alle Betriebsstätten aktuell hinterlegen
- [ ] Defibrillator-Standorte im MVZ kennzeichnen und Mitarbeiter einweisen
- [ ] Einheitliches Notfallprotokoll für alle MVZ-Standorte erstellen
- [ ] Reanimationsschulung für alle Mitarbeiter planen und dokumentieren
- [ ] Flucht- und Rettungswegepläne für alle Räume erstellen und aushängen
- [ ] Notfallkonzept in das QM-Handbuch des MVZ integrieren
Hinweise zur Umsetzung
Die Notfallorganisation eines MVZ muss die unterschiedlichen Risikoprofile der verschiedenen Fachrichtungen berücksichtigen. Ein MVZ mit chirurgischen Leistungen hat andere Anforderungen als eines mit ausschließlich konservativen Fächern. Die QM-Richtlinie des G-BA verlangt ein schriftliches Notfallkonzept als Bestandteil des Qualitätsmanagementsystems, das bei Audits und Begehungen vorgelegt werden muss.
Mit wachsender Mitarbeiter- und Patientenzahl steigt auch das Haftpflichtrisiko eines MVZ. Ärzteversichert analysiert den Versicherungsbedarf von MVZ-Strukturen ganzheitlich und stellt sicher, dass Trägergesellschaft, angestellte Ärzte und nichtärztliches Personal ausreichend und ohne Lücken versichert sind.
Quellen und weiterführende Informationen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung – MVZ und Qualitätsmanagement
- Bundesärztekammer – Notfallversorgung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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