Während der Elternzeit entfällt das Arbeitseinkommen, aber die PKV-Beiträge laufen weiter. Im Gegensatz zur GKV gibt es keine beitragsfreie Familienversicherung in der PKV. Die monatlichen Beiträge während der Elternzeit können erheblich sein. Diese Checkliste zeigt, wie die Beitragsbelastung minimiert werden kann.
Die Checkliste
- PKV-Beiträge während der Elternzeit einplanen: Berechnen Sie die monatlichen PKV-Kosten während der geplanten Elternzeit und stellen Sie sicher, dass ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind.
- Anwartschaftstarif beim PKV-Versicherer anfragen: Viele PKV-Versicherer bieten in der Elternzeit einen günstigeren Anwartschaftstarif an, der die Versicherungsleistungen reduziert, aber die Alterungsrückstellungen erhält. Die Prämie kann dabei auf 50 bis 80 Prozent des regulären Beitrags sinken.
- Ruhensvereinbarung prüfen: Einige PKV-Versicherer ermöglichen eine Ruhensvereinbarung für die Dauer der Elternzeit. Dabei werden Leistungen eingeschränkt, aber Alterungsrückstellungen bleiben erhalten. Nicht alle Versicherer bieten das an.
- Arbeitgeberzuschuss in der Elternzeit klären: Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob ein Arbeitgeberzuschuss zur PKV während der Elternzeit weiterläuft. Bei Beamten auf Widerruf kann das abweichen.
- Elterngeld auf PKV-Beiträge anrechnen: Das Elterngeld ist beitragsfrei in der Krankenversicherung. Prüfen Sie aber, ob andere Einkommensquellen (z.B. Mieteinnahmen) zu einem höheren Beitragssatz führen.
- GKV-Pflichtversicherung als Option ausschließen: Angestellte Ärzte, die in die GKV-Pflichtversicherung fallen würden (Vorjahreseinkommen unter Versicherungspflichtgrenze), sollten prüfen, ob ein Wechsel in die GKV während der Elternzeit günstiger wäre.
- PKV für das neugeborene Kind regeln: Das Neugeborene muss innerhalb von zwei Monaten in der PKV angemeldet werden, um Gesundheitsprüfung zu vermeiden. Handeln Sie zeitnah nach der Geburt.
- Lücken in der Krankenversicherung vermeiden: Stellen Sie sicher, dass Sie während der gesamten Elternzeit vollständig krankenversichert sind. Eine Lücke auch nur für wenige Tage kann erhebliche Konsequenzen haben.
- Rückkehr in den Beruf und PKV-Aktivierung planen: Planen Sie die Reaktivierung des vollen PKV-Schutzes rechtzeitig zum Wiedereinstieg in den Beruf, damit keine Lücken entstehen.
- Langfristige Finanzplanung aktualisieren: Elternzeit, Elterngeld und PKV-Beiträge haben Auswirkungen auf die Steuererklärung und die langfristige Finanzplanung. Passen Sie Ihre Planung entsprechend an.
Typische Fehler
PKV-Beiträge nicht eingeplant: Wer in der Elternzeit überrascht von den laufenden PKV-Beiträgen wird, gerät schnell in Zahlungsrückstand.
Anwartschaftstarif nicht genutzt: Viele Ärzte zahlen in der Elternzeit den vollen PKV-Beitrag, obwohl ein günstigerer Anwartschaftstarif möglich wäre. Den Versicherer aktiv kontaktieren.
Kind nicht rechtzeitig in PKV angemeldet: Die Zwei-Monats-Frist für die PKV-Aufnahme des Neugeborenen ohne Gesundheitsprüfung darf nicht verpasst werden.
Fazit
Die PKV in der Elternzeit erfordert aktives Handeln und frühzeitige Kommunikation mit dem Versicherer. Ärzteversichert unterstützt Sie dabei, die günstigsten Optionen zu nutzen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen
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