Ein Wechsel des privaten Krankenversicherers eines Patienten kann die Abrechnung in der Arztpraxis beeinflussen. Unterschiedliche PKV-Gesellschaften erkennen bestimmte GOÄ-Positionen in verschiedenem Umfang an, sodass eine Überprüfung der Abrechnungscodes sinnvoll ist. Diese Checkliste unterstützt Praxen dabei, Abrechnungsprobleme beim PKV-Wechsel von Patienten zu vermeiden.

Checkliste: PKV-Wechsel – Abrechnungscodes prüfen für Ärzte

  • [ ] Neue Versicherungskarte und Versicherungsbestätigung des Patienten aktualisieren
  • [ ] GOÄ-Positionen auf Erstattungsfähigkeit beim neuen PKV-Anbieter prüfen
  • [ ] Bestehende Honorarvereinbarungen auf Kompatibilität mit neuem Versicherer überprüfen
  • [ ] IGeL-Leistungen und deren Erstattungsregelung beim neuen Anbieter klären
  • [ ] Steigerungsfaktoren bei GOÄ-Abrechnung an neue Versichererkonditionen anpassen
  • [ ] Offene Rechnungen aus der alten Versicherungszeit korrekt dem richtigen Versicherer zuordnen
  • [ ] Abrechnungssoftware mit aktuellen Versicherungsdaten des Patienten aktualisieren
  • [ ] Abrechnung nach Wechsel beim Abrechnungsdienstleister auf Fehler überprüfen

Hinweise zur Umsetzung

PKV-Gesellschaften unterscheiden sich hinsichtlich der anerkannten GOÄ-Positionen und Steigerungssätze. Manche Tarife erstatten nur den einfachen Satz für bestimmte Leistungen, während andere bis zum 3,5-fachen Satz übernehmen. Die Abrechnungspraxis sollte daher nach einem Patientenwechsel kurz überprüft werden, um Rechnungskorrekturen und Rückforderungen zu vermeiden.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, beim Wechsel von PKV-Patienten auch den eigenen Versicherungsschutz in Erinnerung zu halten: Die Berufshaftpflichtversicherung greift bei Behandlungsfehlern unabhängig vom Versicherer des Patienten. Eine korrekte Abrechnung reduziert jedoch das Risiko von Abrechnungsstreitigkeiten und schützt die Praxis vor unnötigem Aufwand.

Quellen und weiterführende Informationen

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