Bei der Praxisabgabe sind strukturierte Vorbereitungen entscheidend für einen reibungslosen Übergang. Die folgende Checkliste führt durch alle notwendigen Schritte.
Die Checkliste
- Vollständige Kostenliste erstellen: Alle einmaligen und laufenden Kosten aufführen
- Einmalige Kosten: Kaufpreis, Umbau, Erstausstattung, Notarkosten, Beraterhonorare
- Laufende Kosten: Miete, Personal, Betriebsmittel, IT, Versicherungen, Wartung
- Finanzierungskosten einrechnen: Zinsen und Tilgung für alle Kredite
- Steuerliche Nebenkosten: Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer-Auswirkungen
- Kalkulatorischen Unternehmerlohn einplanen: Eigene Arbeitsleistung realistisch bewerten
- Rücklagen planen: Für Reparaturen, Erneuerungen und ungeplante Ausgaben
- Break-even-Analyse: Wann werden die laufenden Kosten durch Einnahmen gedeckt?
- Kostentreiber identifizieren: Wo können Kosten ohne Qualitätsverlust reduziert werden?
- Steuerberater einbeziehen: Kostenplan steuerlich optimieren
Hinweise zur Umsetzung
Eine realistische Kostenkalkulation ist die Grundlage jeder Praxisentscheidung. Ärzteversichert berät zu Versicherungskosten und deren Optimierung.
Eine sorgfältige Kostenkalkulation ist Voraussetzung für wirtschaftlich erfolgreiche Praxisentscheidungen. Werden Kosten unterschätzt, gefährdet das die Liquidität.
Typische Kostenblöcke für Arztpraxen:
| Kostenblock | Anteil am Umsatz |
|---|---|
| Personalkosten | 30-40 % |
| Raumkosten | 8-12 % |
| Material und Betriebsmittel | 5-10 % |
| IT und Software | 2-4 % |
| Versicherungen | 2-3 % |
| Fortbildung | 1-2 % |
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Praxismanagement
- Bundesärztekammer: Berufsordnung und Richtlinien
- Ärzteversichert: Unabhängige Versicherungsberatung für Ärzte
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