Bei der Praxisgründung ist Sorgfalt bei allen Aspekten gefragt. Die folgende Checkliste führt durch alle notwendigen Schritte.
Die Checkliste
- Bestehende Notfallpläne sichten: Liegen Pläne für Brand, IT-Ausfall, Personalausfall vor?
- Medizinischer Notfall in der Praxis: Reanimationsalgorithmus und Notfallkoffer überprüfen
- IT-Notfallplan: Schritte bei Datenverlust, Ransomware oder Systemausfall definieren
- Vertretungsregelung: Wer vertritt bei Krankheit oder Unfall des Praxisinhabers?
- Notfallkoffer: Inhalt und Verfallsdaten aller Medikamente prüfen
- Defibrillator: Prüfprotokoll aktuell? Alle Mitarbeiter eingewiesen?
- Notausgänge und Sammelplatz: Allen Mitarbeitern bekannt?
- Notfallkommunikation: Wie werden Patienten bei Praxisausfall informiert?
- Versicherungsschutz im Notfall: Betriebsunterbrechungsversicherung ausreichend?
- Notfallkonzept jährlich testen und aktualisieren
Hinweise zur Umsetzung
Ein funktionierendes Notfallkonzept schützt Patienten, Mitarbeiter und die Praxis. Ärzteversichert prüft, ob Ihre Betriebsunterbrechungsversicherung alle Notfallszenarien abdeckt.
Ein funktionierendes Notfallkonzept ist sowohl für die Patientensicherheit als auch für die Betriebssicherheit der Praxis unverzichtbar. Mindestens jährliche Übungen stellen sicher, dass alle Mitarbeiter im Ernstfall handlungsfähig sind.
Wesentliche Notfallszenarien für Arztpraxen:
| Szenario | Reaktionszeit | Verantwortlich |
|---|---|---|
| Medizinischer Notfall im Wartezimmer | Sofort | Arzt und MFA |
| IT-Systemausfall | Innerhalb 1 Stunde | IT-Dienstleister |
| Brand oder Evakuierung | Sofort | Brandschutzbeauftragter |
| Datenpanne (DSGVO) | Innerhalb 72 Stunden | Datenschutzbeauftragter |
| Personalausfall Arzt | Innerhalb 24 Stunden | Vertretungsarzt |
Quellen
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Praxismanagement
- Bundesärztekammer: Berufsordnung und Richtlinien
- Ärzteversichert: Unabhängige Versicherungsberatung für Ärzte
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