Beim Kauf einer Arztpraxis übernimmt der neue Inhaber auch alle bestehenden Sicherheitskonzepte und Notfallpläne, die auf Aktualität und Vollständigkeit geprüft werden müssen. Veraltete oder fehlende Notfallkonzepte können Haftungsrisiken begründen und bei Zulassungsüberprüfungen zu Beanstandungen führen. Diese Checkliste hilft beim systematischen Notfallcheck vor und nach einem Praxiskauf.

Checkliste: Notfallkonzept beim Praxiskauf prüfen

  • [ ] Vorhandenes Notfallkonzept des Verkäufers anfordern und sichten
  • [ ] Notfallausstattung (Notfallkoffer, Defibrillator) auf Vollständigkeit und Verfallsdaten prüfen
  • [ ] Wartungsprotokolle für Notfallgeräte vorlegen lassen
  • [ ] Notrufnummern und Adressen der nächsten Notaufnahme aktualisieren
  • [ ] Ersthelfer im Praxisteam identifizieren und Schulungsnachweise einholen
  • [ ] Flucht- und Rettungswegeplan aktualisieren und aushängen
  • [ ] Vertretungsarzt-Vereinbarung für Notfälle und Krankheitsfälle schriftlich vereinbaren
  • [ ] Notfallkonzept an eigene Praxissituation anpassen und schriftlich fixieren

Hinweise zur Umsetzung

Ein vollständiges Notfallkonzept ist in vielen Bundesländern Bestandteil der Zulassungsvoraussetzungen und wird im Rahmen von QM-Audits überprüft. Käufer einer Praxis sollten darauf bestehen, dass bestehende Konzepte vollständig übergeben und nicht als Teil des Kaufpreises pauschal eingerechnet werden. In der Übergangsphase bis zur vollständigen Integration des neuen Inhabers bleibt die Haftungsverantwortung klar zu regeln.

Mit dem Praxiskauf ändern sich alle versicherungsrelevanten Rahmenbedingungen. Ärzteversichert begleitet den Praxiskauf von der Due-Diligence-Phase an und stellt sicher, dass alle Versicherungsverträge auf den neuen Inhaber übergehen oder neu abgeschlossen werden, bevor die ersten Patienten behandelt werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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