Honorarvereinbarungen mit Privatpatienten müssen bei der Steuererklärung korrekt erfasst werden. Gleichzeitig bietet die Steuererklärungsphase die Gelegenheit, die vorhandenen Honorarvereinbarungen auf ihre Rechtsgültigkeit zu überprüfen. Diese Checkliste hilft, Honorarvereinbarungen steuerlich korrekt zu behandeln und gleichzeitig auf formale Mängel zu prüfen.

Checkliste: Steuererklärung – Honorarvereinbarungen prüfen für Ärzte

  • [ ] Alle abgeschlossenen Honorarvereinbarungen des Steuerjahres vollständig zusammenstellen
  • [ ] Vereinbarte Honorare korrekt als Betriebseinnahmen in der EÜR erfassen
  • [ ] Schriftlichkeitserfordernis für Honorarvereinbarungen über dem 2,3-fachen GOÄ-Satz prüfen
  • [ ] Unterschriften der Patienten auf allen Honorarvereinbarungen auf Vollständigkeit kontrollieren
  • [ ] Datum der Vereinbarung (vor Leistungserbringung) auf Korrektheit überprüfen
  • [ ] Honorarvereinbarungen auf klare Leistungsbeschreibung und Betragshöhe prüfen
  • [ ] Ungültige oder formfehlerhafte Vereinbarungen für das laufende Jahr korrigieren
  • [ ] Honorareinnahmen aus IGeL-Leistungen gesondert dokumentieren

Hinweise zur Umsetzung

Formfehlerhafte Honorarvereinbarungen können von Patienten angefochten und die Zahlung rückwirkend verweigert werden. Dies führt nicht nur zu finanziellen Verlusten, sondern auch zu Diskrepanzen in der Steuererklärung. Eine jährliche Überprüfung aller Vorlagen und die Schulung des Praxispersonals zur korrekten Handhabung von Honorarvereinbarungen verhindern solche Probleme.

Ärzteversichert empfiehlt, Rechtsstreitigkeiten rund um Honorarforderungen als eigenständiges Risiko zu betrachten. Eine Rechtsschutzversicherung für Ärzte deckt die Kosten für die gerichtliche Durchsetzung von Honoraransprüchen ab. Die korrekte Dokumentation der Honorarvereinbarungen ist dabei die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Rechtsdurchsetzung.

Quellen und weiterführende Informationen

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