Die Bundesärztekammer veröffentlicht jährlich eine Ärztestatistik, die einen umfassenden Überblick über die Zahl der in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte gibt. Die Zahlen sind Grundlage für die Bedarfsplanung und zeigen langfristige Versorgungstrends. Stand: April 2026.
Ärztestatistik Deutschland 2025
| Kennzahl | Zahl | Veränderung ggü. 2020 |
|---|---|---|
| Berufstätige Ärzte gesamt | 416.800 | +4,2 % |
| Davon niedergelassen | 154.200 | +1,8 % |
| Davon im Krankenhaus tätig | 183.400 | +5,1 % |
| Davon in sonstiger Tätigkeit | 79.200 | +6,5 % |
| Nicht berufstätig (eingeschrieben) | 38.600 | +8,0 % |
| Anteil Ärztinnen | 50,2 % | +3,5 PP |
| Ärzte mit ausländischer Approbation | 57.800 | +22 % |
| Durchschnittsalter berufstätiger Ärzte | 47,5 Jahre | +0,8 Jahre |
| Ärzte über 60 Jahre (Anteil) | 22,3 % | +2,1 PP |
Verteilung nach Bundesland (berufstätige Ärzte pro 100.000 Einwohner)
| Bundesland | Ärzte pro 100.000 EW | Gesamtzahl |
|---|---|---|
| Hamburg | 425 | 7.650 |
| Berlin | 412 | 14.800 |
| Bremen | 395 | 2.500 |
| Bayern | 280 | 39.200 |
| Baden-Württemberg | 268 | 29.400 |
| Hessen | 261 | 16.500 |
| Nordrhein-Westfalen | 245 | 44.100 |
| Niedersachsen | 231 | 18.500 |
| Brandenburg | 198 | 5.000 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 192 | 3.200 |
Einordnung
Der steigende Anteil älterer Ärzte (über 22 % sind über 60 Jahre) signalisiert eine zunehmende Versorgungslücke in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, werden nach Schätzungen der KBV bis 2030 rund 50.000 niedergelassene Ärzte fehlen.
Gleichzeitig steigt der Anteil von Ärztinnen kontinuierlich. Mit 50,2 % ist der Frauenanteil inzwischen erstmals knapp über 50 %. Dies hat Auswirkungen auf die Nachfragestruktur nach Teilzeit-Modellen, Elternzeit-Regelungen und Praxisübernahme-Bereitschaft.
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Methodik / Datengrundlage
Alle Daten entstammen der Ärztestatistik der Bundesärztekammer (BÄK), Jahrbuch 2025. Die Zahlen beziehen sich auf zum 31.12.2024 bei einer Ärztekammer eingeschriebene Ärzte. Ausländische Ärzte mit gültiger Approbation sind enthalten.
In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass der demografische Wandel im Ärztestand vor allem die Niederlassung betrifft. Junge Ärzte bevorzugen zunehmend Anstellung gegenüber dem unternehmerischen Risiko einer eigenen Praxis.
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu offiziellen Quellen und unserem Beratungsangebot.
- Bundesärztekammer
- Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
- Statistisches Bundesamt
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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