Deutschland verzeichnet einen anhaltenden Zuwachs der Arztdichte, während gleichzeitig strukturelle Versorgungslücken insbesondere im ländlichen Raum und in bestimmten Fachrichtungen zunehmen. Die Bundesärztekammer veröffentlicht jährlich ihre Ärztestatistik; die aktuellen Zahlen beziehen sich auf den Stand Ende 2024 bzw. Anfang 2025. Stand: April 2026.

Ärztezahlen Deutschland 2025

| Kategorie | Anzahl | Quelle |

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| Berufstätige Ärzte gesamt | 416.120 | Bundesärztekammer 2024 |

| Im stationären Bereich (Krankenhaus) | 195.800 | Bundesärztekammer 2024 |

| Im ambulanten Bereich (Praxis/MVZ) | 176.200 | Bundesärztekammer 2024 |

| Allgemeinmedizin / Innere Medizin (Hausarzt) | ca. 57.500 | KBV-Bedarfsplanung 2025 |

| Psychotherapeutische Fächer | ca. 38.400 | Bundesärztekammer 2024 |

| Chirurgie gesamt | ca. 35.100 | Bundesärztekammer 2024 |

| Frauenheilkunde und Geburtshilfe | ca. 21.300 | Bundesärztekammer 2024 |

| Ärzte mit ausländischer Approbation | ca. 62.000 | Bundesärztekammer 2024 |

| Arztdichte (je 1.000 Einwohner) | 4,4 | OECD 2024 |

| Ärzte unter 40 Jahren | ca. 33 % | Bundesärztekammer 2024 |

| Ärzte über 60 Jahren | ca. 20 % | Bundesärztekammer 2024 |

Einordnung

Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärzte steigt seit Jahren, doch die regionale Verteilung bleibt ungleich. In Großstädten und Ballungszentren ist die Arztdichte deutlich höher als in ländlichen Kreisen, wo teils ein Verhältnis von 1 Arzt auf über 2.000 Einwohner besteht. Der demografische Wandel innerhalb der Ärzteschaft verschärft das Problem: Rund 20 Prozent der niedergelassenen Ärzte sind älter als 60 Jahre, weshalb die Nachfolgeplanung in vielen Praxen dringlich ist.

Für Ärzte, die eine eigene Niederlassung planen oder übernehmen wollen, bedeutet das sowohl Chance als auch Risiko: Unterversorgungsgebiete bieten Förderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen, erfordern aber auch besondere Absicherungsstrategien. In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass gerade Ärzte im ländlichen Raum häufig Versicherungslücken im Bereich Berufsunfähigkeit und Praxisausfall aufweisen.

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Methodik / Datengrundlage

Datengrundlage ist die jährliche Ärztestatistik der Bundesärztekammer (Stichtag 31.12.2024), ergänzt durch Bedarfsplanungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie OECD-Health-Statistics 2024. Zahlen zu ambulantem und stationärem Bereich können sich je nach Zählmethodik geringfügig unterscheiden.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen Quellen und unserem Beratungsangebot.

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