Ärzte sind in der Regel über das berufsständische Versorgungswerk abgesichert, dessen Leistungen jedoch häufig nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand vollständig zu erhalten. Ergänzende private Vorsorge ist daher für die meisten Mediziner unverzichtbar. Die folgende Modellrechnung zeigt, welche monatliche Sparrate notwendig ist, um verschiedene Rentenziele zu erreichen. Stand: April 2026.

Sparrate nach Rentenziel: Modellrechnung 2026

Annahmen: Rentenbeginn mit 67 Jahren, Lebenserwartung 90 Jahre, Realrendite 4 % p.a. nach Kosten (breit diversifiziertes ETF-Portfolio), Versorgungswerkrente bereits eingerechnet (Durchschnitt ca. 3.200 EUR/Monat brutto).

| Rentenziel gesamt (netto/Monat) | Davon durch Versorgungswerk | Lücke (netto/Monat) | Sparrate ab 35 (EUR/Monat) | Sparrate ab 40 (EUR/Monat) | Sparrate ab 45 (EUR/Monat) |

|----------------------------------|----------------------------|---------------------|---------------------------|---------------------------|---------------------------|

| 3.000 EUR | ca. 2.400 EUR | 600 EUR | ca. 310 | ca. 430 | ca. 650 |

| 5.000 EUR | ca. 2.400 EUR | 2.600 EUR | ca. 1.350 | ca. 1.870 | ca. 2.800 |

| 7.000 EUR | ca. 2.400 EUR | 4.600 EUR | ca. 2.400 | ca. 3.300 | ca. 4.950 |

| 10.000 EUR | ca. 2.400 EUR | 7.600 EUR | ca. 3.950 | ca. 5.450 | ca. 8.200 |

Einordnung

Die Modellrechnung verdeutlicht die Bedeutung des frühen Einstiegs: Wer 10 Jahre später mit dem Sparen beginnt, muss im Schnitt rund 50 Prozent mehr zurücklegen, um dasselbe Kapital zu akkumulieren. Für Ärzte, die erst mit Ende 30 oder Anfang 40 in die Niederlassung oder ein gehobenes Anstellungsverhältnis wechseln, ist konsequentes Nachsparen deshalb besonders wichtig.

Die Versorgungswerkrente variiert je nach Beitragsjahren, eingezahlten Beiträgen und Tarif der jeweiligen Kammer erheblich; der hier angesetzte Durchschnittswert von 2.400 EUR netto gilt nur als grobe Orientierung. In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Ärzte ihre Versorgungswerkanwartschaft oft um 20–30 Prozent überschätzen, was zu einer strukturellen Vorsorgelücke führt.

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Methodik / Datengrundlage

Modellrechnungen basieren auf dem Zinseszinsrechner mit 4 % Realrendite p.a. sowie einer durchschnittlichen Versorgungswerkrente von 2.400 EUR netto/Monat (Schätzung auf Basis der Angaben des Berliner und Bayerischen Ärzteversorgungswerks 2024). Steuerliche Effekte der Entnahmephase wurden pauschal berücksichtigt. Die Berechnungen ersetzen keine individuelle Finanzplanung.

Quellen und weiterführende Informationen

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