Amtsärzte sind Ärzte im öffentlichen Dienst, die beim Gesundheitsamt, in Gesundheitsbehörden oder als Schulärzte tätig sind. Sie werden in der Regel als Beamte besoldet und unterliegen damit dem Beamtenrecht der jeweiligen Bundesländer. Stand: April 2026.

Amtsarzt-Besoldung nach Bundesland 2026 (Grundgehalt, Erfahrungsstufe 5)

BundeslandBesoldungsgruppeGrundgehalt bruttoZulagen (geschätzt)Gesamt brutto (Richtwert)
BayernA14–A156.200–7.100 €400–600 €6.600–7.700 €
Baden-WürttembergA14–A156.100–7.000 €300–500 €6.400–7.500 €
Nordrhein-WestfalenA13–A155.800–7.000 €300–500 €6.100–7.500 €
HessenA14–A156.100–7.000 €350–550 €6.450–7.550 €
BerlinA14–A165.900–8.100 €500–800 €6.400–8.900 €
HamburgA14–A156.200–7.100 €400–600 €6.600–7.700 €
NiedersachsenA13–A145.400–6.200 €250–400 €5.650–6.600 €
BrandenburgA13–A145.300–6.100 €200–350 €5.500–6.450 €
SachsenA13–A145.300–6.100 €200–350 €5.500–6.450 €
ThüringenA13–A145.200–6.000 €200–350 €5.400–6.350 €

Vergleich Amtsarzt vs. Klinikarzt (Vollzeit, 2026)

PositionBruttojahresgehaltAltersvorsorgeJobsicherheit
Amtsarzt (A14, Erfahrungsstufe 5)75.000–85.000 €Beamtenpension (71,75 %)Sehr hoch
Oberarzt Klinik (TV-Ärzte)87.000–95.000 €VersorgungswerkHoch
Niedergelassener Arzt (Ø)145.000–220.000 €Versorgungswerk + privatSelbstständig

Einordnung

Amtsärzte verdienen weniger als ihre Kollegen in Klinik oder Praxis, profitieren aber von der Beamtenpension, die 71,75 % des letzten Grundgehalts nach 40 Dienstjahren beträgt. Bei einem Grundgehalt von 7.000 Euro entspricht das einer Pension von rund 5.000 Euro monatlich, ohne eigene Beiträge angespart zu haben. Hinzu kommen Beihilfe statt PKV-Vollversicherung und sichere Beschäftigung.

Besonders in der COVID-Pandemie hat der öffentliche Gesundheitsdienst stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Verschiedene Förderprogramme haben seitdem die Besoldungsstruktur in einigen Bundesländern verbessert.

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Methodik / Datengrundlage

Die Besoldungsangaben basieren auf den aktuellen Besoldungstabellen der jeweiligen Bundesländer (Stand: Januar 2026). Zulagen variieren nach Einsatzgebiet, Leitungsfunktion und regionalem Zuschlag. Die Vergleichswerte für Klinikarzt und Niedergelassenen sind Durchschnittswerte aus Tarifwerken und Praxisstatistiken.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Amtsärzte häufig keine ergänzende BU-Versicherung haben, weil sie auf die Beamtenversorgung vertrauen. Die Dienstunfähigkeit als Beamter hat jedoch andere Voraussetzungen als die Berufsunfähigkeit einer BU-Police.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen Quellen und unserem Beratungsangebot.

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