Depot-Gebühren haben einen erheblichen Einfluss auf die langfristige Rendite eines Anlageportfolios. Für Ärzte mit Anlagebeständen von 100.000 Euro und mehr summieren sich die Gebühren über 20 Jahre auf mehrere zehntausend Euro. Ein strukturierter Vergleich ist daher sinnvoll. Stand: April 2026.

Depot-Gebühren im Vergleich 2026

Depot-TypDepotentgelt p.a.Ordergebühr (Aktie/ETF)Gesamtkosten (100.000 €, 10 Tr./Jahr)
Neobroker (Trade Republic, Scalable)0 €0–1 €0–10 €/Jahr
Direktbank Standard0–20 €4–10 €40–120 €/Jahr
Direktbank Premium (apoBank, DKB)0–50 €5–15 €50–200 €/Jahr
Regionalbank / Sparkasse0,2–0,4 %10–30 €200–700 €/Jahr
Volksbank / Genossenschaft0,2–0,5 %10–30 €200–800 €/Jahr
Private Banking (ab 500.000 €)0,3–0,8 %0 € (inkl.)300–800 €/10 Tr.
Vermögensverwalter (All-in-Fee)0,5–1,5 %Inkl.500–1.500 €/Jahr
Filialbank Standarddepot0,5–1,2 %15–50 €650–1.700 €/Jahr

Kostenvergleich über 20 Jahre (500.000 €, 4 % Rendite)

Depot-TypJahreskostenGesamtkosten 20 JahrePortfoliowert nach 20 Jahren
Neobroker10 €200 €ca. 1.095.000 €
Direktbank150 €3.000 €ca. 1.092.000 €
Filialbank (0,8 % p.a.)4.000 €80.000 €ca. 1.015.000 €
Vermögensverwalter (1,5 %)7.500 €150.000 €ca. 945.000 €

Einordnung

Der Kostenunterschied zwischen einem Neobroker und einem aktiv verwalteten Depot beläuft sich bei 500.000 Euro über 20 Jahre auf bis zu 150.000 Euro. Dies ist der Hauptgrund, warum passive ETF-Anlagestrategien in Verbindung mit Direktbank-Depots für langfristige Ärzte-Portfolios empfehlenswert sind.

Einschränkung: Für komplexe Portfolios mit Einzelanleihen, internationalen Wertpapieren und strukturierten Produkten bieten Direktbanken oft nicht das nötige Service-Niveau. In diesen Fällen rechtfertigen sich höhere Gebühren durch Beratungsleistung und Produktzugang.

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Methodik / Datengrundlage

Gebührenangaben basieren auf aktuellen Preisaushängen und Online-Tarifrechnern der genannten Depot-Typen (Stand: Q1 2026). Die Modellrechnung nutzt ein vereinfachtes Zinseszins-Modell; tatsächliche Portfolioentwicklungen können erheblich abweichen.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Ärzte häufig langjährig im Depot einer Hausbank bleiben, ohne die Gebührenstruktur zu hinterfragen. Ein Depot-Wechsel kann innerhalb weniger Wochen abgewickelt werden und ist bei Mehrkosten von über 500 Euro im Jahr sinnvoll.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen Quellen und unserem Beratungsangebot.

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