Das E-Rezept ist seit Anfang 2024 für alle GKV-Vertragsärzte verpflichtend. Die Hochlaufkurve war zunächst steil und hat sich 2025/2026 auf hohem Niveau stabilisiert. Gleichzeitig wird das E-Rezept auf weitere Rezeptarten (z.B. BtM-Rezept, Privatrezepte) ausgeweitet. Stand: April 2026 liegen Daten der gematik, KBV und des GKV-Spitzenverbands für das Gesamtjahr 2025 und das erste Quartal 2026 vor.

E-Rezept-Nutzungsdaten 2026

IndikatorWertZeitraumQuelle
E-Rezepte eingelöst gesamt (kumuliert)über 1,8 Mrd. seit Einführungbis Q1 2026gematik E-Rezept-Dashboard 2026
E-Rezepte monatlich (Ø Q1 2026)ca. 55–65 Mio.Q1 2026gematik E-Rezept-Dashboard
Anteil E-Rezept an GKV-Verordnungenca. 94–96 %Q4 2025/Q1 2026gematik, GKV-Spitzenverband 2026
Anteil Einlösung per eGK (Stecken)ca. 70 %Q1 2026gematik 2026
Anteil Einlösung per App (gematik)ca. 8–12 %Q1 2026gematik 2026
Anteil Einlösung per Ausdruck/Codeca. 18–22 %Q1 2026gematik 2026
Praxen, die E-Rezept ausstellen (aktiv)ca. 98 % aller KV-PraxenQ1 2026KBV Telematik-Monitor 2026
Durchschnittliche E-Rezepte je Praxis/Monatca. 450–600Q1 2026KBV/gematik Auswertung

E-Rezept nach Medikamentenkategorie (Schätzung 2025/2026)

KategorieAnteil an allen E-RezeptenTrend
Chroniker-Dauermedikationca. 55 %stabil
Akutbehandlungca. 30 %stabil
BtM-Rezept (erst ab 2026 flächendeckend)ca. 3–5 %wachsend
Hilfsmittel-Verordnungca. 8–10 %wachsend
Privatrezept (freiwillig)ca. 2–4 %wachsend

Einordnung

Das E-Rezept hat sich schnell als Standard etabliert und wird von nahezu allen Praxen genutzt. Die technische Fehlerquote ist deutlich gesunken, bleibt aber bei ca. 1–2 % der Einlösungen relevant. Für Praxen bedeutet das E-Rezept einen reduzierten Druckaufwand und weniger Rückrufaufwand bei unlesbaren Rezepten, erfordert aber eine stabile TI-Anbindung. Fällt die TI aus, ist die Ausstellung von E-Rezepten blockiert; Notfallprozesse müssen dokumentiert sein.

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Methodik / Datengrundlage

Die Daten entstammen dem öffentlichen E-Rezept-Dashboard der gematik, dem KBV-Telematik-Monitor (Stand Q1 2026) sowie Veröffentlichungen des GKV-Spitzenverbands. Monatliche Einlösungszahlen können je nach saisonalem Verordnungsvolumen schwanken.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass E-Rezept-Ausfälle durch TI-Störungen von Ärzten als besonders störend empfunden werden, da die gesamte Verordnungskette blockiert ist und Patienten ohne Medikamente stehen können.

Quellen und weiterführende Informationen

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