Immobilien sind für Ärzte eine der beliebtesten Anlageformen zur Altersvorsorge. Doch nicht jeder Standort verspricht gleich hohe Renditen. Während Metropolen wie München niedrige Mietrenditen bieten, punkten Mittelstädte mit attraktiveren Yield-Werten. Die folgende Auswertung vergleicht Brutto- und Nettomietrenditen sowie das Wertsteigerungspotenzial an verschiedenen deutschen Standorten, Stand: April 2026.

Immobilienrenditen nach Standort – Vergleich 2025/2026

StandortBruttomietrenditeNettomietrendite (nach NK, Verwaltung)Wertsteigerungspotenzial (5-J.)Leerstandsrisiko
München2,0–2,8 %1,2–2,0 %mittel (Preisniveau hoch)sehr gering
Frankfurt2,5–3,5 %1,7–2,5 %mittelgering
Hamburg2,5–3,5 %1,7–2,5 %mittelgering
Berlin2,5–3,8 %1,7–2,8 %mittel bis hochgering
Hannover3,5–4,5 %2,5–3,5 %mittelmittel
Leipzig4,0–5,5 %3,0–4,5 %hochmittel
Erfurt4,5–6,0 %3,5–5,0 %mittelmittel bis hoch
Mittelstädte (z. B. Würzburg, Freiburg)3,5–5,0 %2,5–4,0 %mittelgering bis mittel
Ländliche Regionen5,0–8,0 %3,5–6,0 %geringhoch

Einordnung

Die Bruttomietrendite allein ist kein ausreichendes Entscheidungskriterium: Verwaltungskosten (ca. 5–8 % der Jahresnettomiete), Instandhaltungsrücklagen (ca. 1–2 €/qm/Monat), Grundsteuer und gelegentlicher Leerstand reduzieren die Nettorendite erheblich. In Hochpreislagen wie München kaufen Ärzte heute faktisch auf reine Wertsteigerungserwartung; in ostdeutschen Mittelstädten sind Renditen attraktiver, aber das Bevölkerungswachstum ist volatiler. Für die Altersvorsorge empfiehlt sich eine Mischung aus Standorten mit unterschiedlichem Rendite-Risiko-Profil.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Ärzte Immobilienrenditen häufig mit anderen Anlageformen wie ETF-Sparplänen vergleichen sollten, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

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Methodik / Datengrundlage

Renditeangaben basieren auf Marktdaten von bulwiengesa, Empirica-Regio und dem CBRE-Marktbericht 2025. Nettomietrenditen wurden auf Basis marktüblicher Bewirtschaftungskosten berechnet. Leerstandsrisiko orientiert sich an regionalen Leerstandsquoten der Verbandsdaten (GdW Bundesverband).

Quellen und weiterführende Informationen

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