Der Notgroschen ist eine sofort verfügbare Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben, Berufsunterbrechungen oder Praxisengpässe. Für Ärzte mit selbstständiger Tätigkeit ist er besonders wichtig, da Einkommen stärker schwanken kann als bei Angestellten. Stand: April 2026.

Notgroschen-Empfehlungen nach Lebensphase: Daten 2026

| Lebensphase / Status | Empfohlene Reserve | Betrag (Beispiel) | Quelle |

|---------------------|--------------------|-------------------|--------|

| Studium / PJ-Phase | 2–3 Monatsausgaben | 3.000–6.000 € | Finanzplanung-Richtwert |

| Assistenzarzt (angestellt) | 3 Monatsausgaben | 6.000–10.000 € | Finanzplanung-Richtwert |

| Facharzt angestellt (Klinik) | 3–4 Monatsausgaben | 12.000–20.000 € | Finanzplanung-Richtwert |

| Niedergelassener Arzt (Einzelpraxis) | 6–12 Monatsausgaben | 25.000–60.000 € | Ärzteversichert Empfehlung |

| Niedergelassener Arzt mit Praxiskredit | 12 Monatsausgaben | 40.000–80.000 € | Ärzteversichert Empfehlung |

| Arztfamilie mit Immobilieneigentum | 4–6 Monatsausgaben | 20.000–40.000 € | Finanzplanung-Richtwert |

| Kurz vor Renteneintritt | 6 Monatsausgaben + Übergangspuffer | 30.000–60.000 € | Ruhestandsplanung |

| Ø-Sparquote Ärzte (Nettoeinkommen) | ca. 18–22 % | variabel | Bundesbank-Statistik |

Einordnung

Der Notgroschen sollte auf einem Tagesgeldkonto mit sofortiger Verfügbarkeit liegen, nicht in Aktien oder ETFs, die kurzfristig Verluste erleiden können. Für niedergelassene Ärzte ist die Empfehlung deutlich höher als für Angestellte, da Praxiseinnahmen Quartalsschwankungen unterliegen, Honorarbescheide verspätet eintreffen und unerwartete Ausgaben (Geräteausfall, Personalausfall) schnell 5.000–15.000 € kosten können.

Ein zu kleiner Notgroschen zwingt dazu, Investments zur Unzeit aufzulösen oder teure Überbrückungskredite aufzunehmen. In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass gerade in der Praxisaufbauphase der Notgroschen vernachlässigt wird, was in wirtschaftlich schwierigen Quartalen zu ernsthaften Engpässen führen kann.

Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Methodik / Datengrundlage

Empfehlungswerte nach allgemeinen Finanzplanungsstandards (FPSB Deutschland) und spezifischer Anpassung für Arztberufe durch Ärzteversichert. Monatliche Ausgaben als Bruttohaushaltsausgaben kalkuliert.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen Quellen und unserem Beratungsangebot.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →