Die Frage PKV oder GKV ist für viele Ärzte im Verlauf ihrer Karriere relevant. Ab der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) sind Arbeitnehmer berechtigt, in die PKV zu wechseln. Der Beitragsvergleich zeigt, dass die PKV für Gut- und Höchstverdiener oft deutlich günstiger ist. Stand: April 2026.

PKV vs. GKV – Beitragsvergleich nach Einkommen 2026

JahreseinkommenGKV-Beitrag (Arbeitnehmer, 14,6 % + 2,0 % Zusatz, inkl. AN-Anteil)PKV-Vollschutz Komfort (Ø, 30 J.)PKV günstiger?Anmerkung
40.000 €ca. 280 €/Monatca. 350–420 €neinGKV günstiger
50.000 €ca. 345 €/Monatca. 350–420 €Break-evenje nach Tarif
65.000 €ca. 440 €/Monatca. 350–420 €jaPKV günstiger
80.000 €max. ca. 648 €/Monat (Beitragsbemessungsgrenze)ca. 380–480 €ja, deutlich
100.000 €ca. 648 €/Monat (gedeckelt)ca. 380–480 €jaPKV-Vorteil wächst
150.000 €ca. 648 €/Monat (gedeckelt)ca. 380–480 €ja, erheblich

Einordnung

Ab einem Jahreseinkommen von ca. 65.000 Euro wird die PKV für Einzelpersonen ohne Kinder und ohne (zu erwartende) Vorerkrankungen günstiger als die GKV. Der Unterschied wächst mit steigendem Einkommen, da der GKV-Beitrag gedeckelt ist (Beitragsbemessungsgrenze 2026: ca. 5.512 €/Monat), während PKV-Beiträge einkommensunabhängig kalkuliert werden. Für Familien gilt eine differenziertere Rechnung: Kinder können in der PKV teuer werden, in der GKV sind sie kostenfrei familienversichert.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass der Beitragsvergleich nur der erste Schritt ist: Entscheidend sind auch Leistungsunterschiede, Altersbeiträge und die Reversibilität der Entscheidung.

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Methodik / Datengrundlage

GKV-Beiträge basieren auf dem allgemeinen Beitragssatz 14,6 % plus durchschnittlichem Zusatzbeitrag 2,0 % (2026) und der Beitragsbemessungsgrenze 2026 (ca. 5.512 €/Monat). PKV-Beiträge nach Musterkalkulation für einen 30-jährigen Mann ohne Vorerkrankungen im Komfort-Tarif.

Quellen und weiterführende Informationen

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