Private-Equity-Investments ermöglichen Ärzten die Beteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen und versprechen langfristig höhere Renditen als klassische Kapitalmarktanlagen. Zugang, Mindestbeträge und Risikoprofil unterscheiden sich je nach Fondskategorie erheblich. Stand: April 2026.

Private-Equity-Fonds: Mindestanlage und Renditeerwartung 2026

FondskategorieMindest­anlageTypische LaufzeitRenditeerwartung (netto p. a.)Liquidierbarkeit
Semi-liquide Retailfonds (ELTIF 2.0)ab 1.000–10.000 €offen / halbjährlich kündbar6–10 %quartalsweise, begrenzt
PE-Dachfonds (geschlossen)ab 10.000–50.000 €8–12 Jahre7–12 %keine vorzeitige Rückgabe
PE-Direktfonds (institutionell, Mindestanleger)ab 200.000 €10–14 Jahre10–18 %nicht oder kaum möglich
Secondaries-Fondsab 50.000 €5–8 Jahre8–14 %eingeschränkt
PE über Family-Office-Mandatab 500.000 € Gesamtportfolioindividuell9–15 %verhandelbar
Co-Investments (direkte Unternehmensbeteiligung)ab 1 Mio. €5–10 Jahre12–20 %kaum möglich

Quelle: Preqin PE-Benchmark 2024, BaFin-Zulassungsübersicht ELTIF 2.0, Verbandsangaben BVAI und BVK (Bundesverband Beteiligungskapital), Stand April 2026.

Historische Renditen (IRR netto) des globalen PE-Markts seit 1990 lagen laut Cambridge Associates bei ca. 10–13 % p. a. und übertrafen damit den MSCI World um 3–5 Prozentpunkte. Diese Vergangenheitswerte sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Einordnung

Für Ärzte mit einem investierbaren Vermögen über 200.000 Euro bietet Private Equity eine sinnvolle Beimischung von 10–20 % des Portfolios, um die Rendite zu steigern und die Korrelation mit Aktienmärkten zu reduzieren. Entscheidend ist die Illiquiditätsakzeptanz: Wer kurzfristig auf das Kapital angewiesen sein könnte, sollte auf semi-liquide ELTIF-Strukturen oder Dachfonds mit kürzeren Laufzeiten setzen.

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Methodik / Datengrundlage

Renditedaten basieren auf dem Preqin Global Private Equity Report 2024 und Cambridge Associates PE/VC Benchmark. Mindestanlagebeträge wurden aus den Emissionsprospekten zugelassener Fonds entnommen. ELTIF 2.0-Strukturen sind seit 2024 mit deutlich niedrigeren Mindestbeträgen für Privatanleger zugänglich.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Ärzte Private Equity oft pauschal als „zu riskant" einordnen, dabei aber die Illiquiditätsprämie übersehen, die langfristig einen erheblichen Renditebeitrag leisten kann.

Quellen und weiterführende Informationen

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