Robo-Advisor sind automatisierte Vermögensverwaltungsplattformen, die auf Basis von ETF-Portfolios und Risikoklassen anlegen. Für Ärzte mit begrenzter Zeit für Finanzthemen und einem mittleren Anlagevermögen bieten sie einen niedrigschwelligen Einstieg in die professionelle Geldanlage. Stand: April 2026.

Robo-Advisor: Gebühren und Renditen im Vergleich 2026

AnbieterJahresgebühr (inkl. ETF-Kosten)MindestanlageRendite 3 Jahre (Hochrisiko, ca.)Rendite 5 Jahre (Hochrisiko, ca.)
Scalable Capitalca. 0,75 %1 €ca. 8–12 % p. a.ca. 7–10 % p. a.
Quirionca. 0,48 %1.000 €ca. 7–11 % p. a.ca. 6–9 % p. a.
Whiteboxca. 0,35–0,75 %5.000 €ca. 7–11 % p. a.ca. 6–9 % p. a.
Liqid (Private Wealth)ca. 0,45–0,75 %100.000 €ca. 7–11 % p. a.ca. 6–10 % p. a.
Cominvest (Comdirect)ca. 0,60–0,95 %1.000 €ca. 6–10 % p. a.ca. 5–8 % p. a.
Solidvest (DJE)ca. 1,0–1,5 %10.000 €ca. 6–9 % p. a.ca. 5–8 % p. a.
Moneyfarmca. 0,60–0,75 %1 €ca. 6–10 % p. a.ca. 5–9 % p. a.

Quelle: Öffentliche Preislisten und Factsheets der Anbieter, Stand April 2026. Renditen sind Vergangenheitswerte bei Hochrisiko-Portfolio (Aktienquote 80–100 %); keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Gesamtkosten (TER) der ETFs nicht immer in der Servicegebühr enthalten.

Einordnung

Für Ärzte, die einen unkomplizierten Einstieg in die Geldanlage suchen, sind Robo-Advisor eine sinnvolle Wahl ab Anlagebeträgen von ca. 10.000 Euro. Die Gebühren liegen deutlich unter denen aktiv verwalteter Fonds (typischerweise 1,5–2,5 % p. a.) und vergleichbar mit günstigen ETF-Direktinvestments. Für Vermögen über 200.000 Euro lohnt sich ein Vergleich mit unabhängigen Vermögensverwaltern oder Family-Office-Mandaten, die individuellere Portfoliolösungen ermöglichen.

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Methodik / Datengrundlage

Gebühren und Renditeangaben stammen aus den öffentlichen Factsheets und Preislisten der Anbieter (Stand April 2026). Renditen bei Hochrisiko-Portfolios wurden aus den veröffentlichten Backtesting-Daten entnommen; tatsächliche Ergebnisse hängen vom Einstiegszeitpunkt und der Marktentwicklung ab.

In der Beratungspraxis von Ärzteversichert zeigt sich, dass Ärzte Robo-Advisor oft als zu wenig individuell ablehnen, dabei aber die Kosteneffizienz unterschätzen, die bei einem fünfstelligen Anlagebetrag über zehn Jahre mehrere Tausend Euro Mehrertrag bedeuten kann.

Quellen und weiterführende Informationen

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