Der Markt für Telemedizin-Plattformen hat sich in Deutschland seit 2020 stark entwickelt. 2026 gibt es eine Auswahl an KBV-zertifizierten und privaten Anbietern, die sich in Funktionsumfang, Preis und Zielgruppe unterscheiden.

Funktionen und Kosten der wichtigsten Anbieter 2026

AnbieterKBV-zertifiziertVideotelefonieOnline-BuchungErinnerungenMonatskosten
DoctolibJaJaJaJa149 bis 229 Euro
Jameda (Video)JaJaJaJa80 bis 170 Euro
SamediJaJaJaJa79 bis 149 Euro
TeleClinic (für Ärzte)TeilweiseJaJaJaProvisionsbasiert
Clickdoc (CGM)JaJaJaTeilweiseIm PVS-Paket
VisaviJaJaBegrenztJa49 bis 99 Euro

Zusätzlich gibt es in vielen Praxisverwaltungssystemen (PVS) integrierte Videofunktionen, die ohne zusätzliche Plattform genutzt werden können. Bekannte PVS mit integrierter Videofunktion: CGM M1, Turbomed, iMedOne.

Einordnung für Ärzte

Die Kosten der Plattformen werden durch die KV-Technikkostenpauschale für Videosprechstunden teilweise erstattet. Die Pauschale beträgt je nach KV und Quartal zwischen 50 und 100 Euro und deckt die Plattformkosten in der Regel nicht vollständig.

Entscheidend bei der Plattformwahl ist die Integration in das bestehende PVS und die Einhaltung der DSGVO. Alle KBV-zertifizierten Anbieter haben entsprechende Datenschutzzertifizierungen und speichern Daten auf deutschen oder EU-Servern.

Aktuelle Entwicklungen

Doctolib hat seinen Marktanteil in Deutschland 2024 und 2025 deutlich ausgebaut und ist inzwischen der meistgenutzte Anbieter. Gleichzeitig wird die Anbindung von Telemedizin-Plattformen an die elektronische Patientenakte (ePA) von der gematik vorangetrieben, was die Attraktivität KBV-zugelassener Systeme weiter erhöht.


Quellen:

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