Eine private Unfallversicherung zahlt bei dauerhafter Invalidität durch einen Unfall eine Einmalsumme. Für Ärzte ist diese Versicherung eine mögliche Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung, ersetzt diese aber nicht. Die Leistungen und Beiträge variieren je nach Tarif erheblich.

Leistungsmerkmale im Vergleich

MerkmalBasisschutzMittleres NiveauPremium
Invaliditätssumme100.000 Euro250.000 Euro500.000 Euro
Progression225 %350 %500 %
Jahresbeitrag (Arzt, 40 J.)80 bis 150 Euro150 bis 280 Euro280 bis 500 Euro
KrankenhaustagegeldNein oder 30 Euro/Tag50 Euro/Tag100 Euro/Tag
Todesfallleistung10.000 bis 20.000 Euro30.000 bis 50.000 Euro50.000 bis 100.000 Euro
InfektionsschutzNeinTeilweiseJa
GeltungsbereichWeltweitWeltweitWeltweit

Die Progression bestimmt, wie stark die Auszahlung bei höheren Invaliditätsgraden steigt. Bei 500 % Progression und 100.000 Euro Grundsumme erhält ein Versicherter mit 100 % Invalidität nicht 100.000, sondern 500.000 Euro.

Einordnung für Ärzte

Für Ärzte ist die Progression besonders wichtig, da schwere Unfälle das Berufsleben dauerhaft beeinträchtigen können. Gleichzeitig sollte die Unfallversicherung nicht mit der BU-Versicherung verwechselt werden: Nur ca. 9 bis 12 % aller Berufsunfähigkeitsfälle sind auf Unfälle zurückzuführen.

Der Infektionsschutz in Unfallversicherungen ist für Ärzte relevant: Manche Tarife decken Infektionskrankheiten ab, die durch Nadelstichverletzungen oder Exposition bei der Arbeit entstehen. Das ist eine arztspezifische Besonderheit, die beim Vertragsabschluss geprüft werden sollte.

Aktuelle Entwicklungen

Einige Versicherer haben 2025 ihre Unfallversicherungstarife für medizinische Berufsgruppen angepasst und den Infektionsschutz ausgebaut. Ärzteversichert empfiehlt, bestehende Tarife auf diesen Baustein hin zu prüfen.


Quellen:

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