Ärzte, die in einem versicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis tätig sind, müssen aktiv beantragen, von der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) befreit zu werden, um ausschließlich ins Versorgungswerk einzuzahlen. Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der versicherungspflichtigen Beschäftigung gestellt werden.

Statistik zur GRV-Befreiung bei Ärzten

KennzahlWert
Ärzte in Deutschland (2026, aktiv tätig)ca. 420.000
Anteil mit Versorgungswerk-Mitgliedschaftca. 95 %
Jährliche Neuanträge auf GRV-Befreiungca. 15.000 bis 20.000
Bearbeitungszeit DRV (median)6 bis 12 Wochen
Anteil Anträge mit Nachforderungen/Fehlernca. 20 bis 30 %
Anteil abgelehnter Anträgeunter 5 %
Fälle mit versäumter 3-Monats-Fristca. 5 bis 10 %

Die GRV-Befreiung ist in fast allen Fällen möglich und wird genehmigt, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk, entsprechende Tätigkeit). Das Hauptproblem ist nicht die Ablehnung, sondern das Versäumen der Antragsfrist.

Einordnung für Ärzte

Wer die 3-Monats-Frist versäumt, wird für die Vergangenheit in der GRV pflichtversichert und kann keine rückwirkende Befreiung beantragen. Die entsprechenden Beiträge gehen als GRV-Beiträge verloren und werden nicht ins Versorgungswerk umgebucht. Der Schaden kann bei mehreren Monatsbeiträgen erheblich sein.

Ärzte sollten den Befreiungsantrag sofort nach Vertragsbeginn einreichen, nicht erst am letzten Tag der Frist. Das Versorgungswerk unterstützt dabei in der Regel aktiv.

Aktuelle Entwicklungen

Einige Versorgungswerke bieten seit 2024 digitale Antragsformulare für die GRV-Befreiung an, was die Antragstellung vereinfacht. Die DRV hat ebenfalls die digitale Antragstellung ausgebaut.


Quellen:

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