Vertretungsärzte werden in der Praxis, im Bereitschaftsdienst und in Kliniken eingesetzt, wenn reguläre Ärzte ausfallen oder Kapazitäten fehlen. Die Honorare für Vertretungsärzte sind nicht zentral geregelt und variieren je nach Fachrichtung, Region und Einsatzform erheblich.

Honorarspannen für Vertretungsärzte 2026

EinsatzbereichStundensatzTagessatz (8 h)Besonderheiten
Allgemeinmedizin (ambulant)60 bis 100 Euro480 bis 800 EuroPraxisvertretung
Innere Medizin (ambulant)70 bis 110 Euro560 bis 880 EuroPraxisvertretung
Chirurgie (ambulant/operativ)90 bis 150 Euro720 bis 1.200 EuroMit Operationsanteil
Bereitschaftsdienst (Nacht)80 bis 130 Euro640 bis 1.040 Euro (8 h Nacht)Nacht-/WE-Zuschlag
Krankenhaus (Klinikvertretung)70 bis 120 Euro560 bis 960 EuroJe nach Abteilung
Notarzt-Einsatzstunden25 bis 40 Euro200 bis 320 EuroÜber Rettungsdienst

Die Werte gelten als Marktübersicht für 2026. Agenturvermittelten Vertretungsärzten werden teils niedrigere Nettohonorare ausgezahlt, da die Agentur eine Vermittlungsgebühr einbehält.

Einordnung für Ärzte

Für Praxisinhaber, die einen Vertretungsarzt für Urlaub oder Krankheit benötigen, sind die Kosten ein wichtiger Planungsposten. Ein zweiwöchiger Urlaub mit Praxisvertretung kostet je nach Fachrichtung typischerweise 5.000 bis 12.000 Euro.

Vertretungsärzte benötigen eine eigene Berufshaftpflichtversicherung oder müssen über die Haftpflicht der vertretenen Praxis mitversichert sein. Vor dem Einsatz sollte der Haftpflichtschutz geklärt werden.

Aktuelle Entwicklungen

Der Mangel an Vertretungsärzten hat die Honorare in den letzten Jahren steigen lassen. Besonders in ländlichen Gebieten und für seltene Fachrichtungen sind Vertretungsärzte schwer zu finden und verlangen entsprechend höhere Honorare. Digitale Vermittlungsplattformen (z.B. Doctolib, Ärztevermittlung-Portale) haben die Suche erleichtert.


Quellen:

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