Der durchschnittliche Praxisumsatz variiert zwischen den medizinischen Fachrichtungen erheblich. Ausstattungsintensive Fächer mit hohem Privatpatientenanteil erzielen deutlich höhere Umsätze als primärärztliche Versorgungsbereiche.

Praxisumsatz je Arzt nach Fachrichtung (2024)

Die Werte verstehen sich als Bruttoumsatz je Praxisinhaber. Grundlage sind das Zi-Praxis-Panel sowie KBV-Abrechnungsstatistiken.

FachrichtungDurchschn. Bruttoumsatz (EUR/Jahr)
Radiologie890.000
Orthopädie und Unfallchirurgie620.000
Augenheilkunde560.000
Urologie510.000
HNO490.000
Gynäkologie470.000
Chirurgie455.000
Innere Medizin/Kardiologie440.000
Dermatologie430.000
Neurologie395.000
Psychiatrie und Psychotherapie320.000
Allgemeinmedizin295.000
Kinder- und Jugendmedizin280.000

Einordnung für Ärzte

Die Radiologie erzielt durch technologieintensive Leistungen die höchsten Umsätze, hat aber auch die höchsten Betriebskosten. Für die eigene Planung entscheidend ist die Nettomarge nach Abzug aller Praxiskosten. Fächer mit hohem Privatpatientenanteil (über 30 Prozent) wie Augenheilkunde oder Orthopädie profitieren überproportional von GOÄ-Anpassungen.

Aktuelle Entwicklungen

Die neue GOÄ ab 2025 hat insbesondere technisch-apparative Fächer begünstigt. Für Allgemeinmediziner und Kinderärzte bleibt die Vergütungsentwicklung durch gedeckelte EBM-Budgets herausfordernd. KBV-Reforminitiativen sollen ab 2026 zu einer verbesserten Grundversorgungsvergütung führen.

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